Schlachthaus Theater Bern
Musiktheater

stranger in company (Zürich) :

HANNAH DAS EIS SCHMILZT

Vorstellungen: 06.06.2012 (Berner Premiere Probier-Mich-Preis) | 08.06.2012 | 09.06.2012

Spiel Ort: Schlachthaus Theater Bern

Marianne Freidig (Text) und Boris Bell (Musik) lassen den Nordpol schmelzen: Eine MusikTheaterFarce zur globalen Erwärmung!

Eine Gruppe von Inuit freut sich tanzend und lachend: Endlich schmilzt das Eis! Endlich haben sie Zugang zu fruchtbarem Ackerboden! Endlich können sie Karotten anbauen! Ist diese Szene bloss eine grotesk-zynische Überspitzung unserer mit dem Klimawandel verbundenen Ängste oder bald schon Realität? Sind wir noch Zuschauer einer Realsatire oder schon Zeuge einer Katastrophe?

Hannah und Jens, Mitarbeiter eines Ölkonzerns, fördern das flüssige Gold in der Arktis. Als die Tanker, die es nach Europa transportieren sollen, ausbleiben, fallen sie zunehmend aus ihrer bekannten Welt heraus und bewegen sich auf dem schmalen Grat zwischen Realität, (Alb-)Traum und Halluzination. Die einheimischen Inuit nehmen die Unruhe der Fremdlinge ungerührt zur Kenntnis. Doch während ihr Auftraggeber in seinem Chefbüro das überflutete Europa besingt, bereiten sie sich auf ihre neue Existenz als Bauern vor – und wir sind live dabei, wenn die neue Spezies des arktischen Bauern geboren wird.

Boris Bell, geboren 1970 in Berlin, ist Komponist und Schlagzeuger für zeitgenössische Musik. Als Komponist schrieb er, neben Stücken für seine eigenen Ensembles, Bühnen- und Kammermusiken, die u.a. vom Ensemble Tzara/ Zürich 2007 oder mit dem Stuttgart Ballett/ Stuttgart 2005 aufgeführt wurden.

Marianne Freidig, geboren in 1968 in Lenk/Schweiz, war Hausautorin am Staatsschauspiel Stuttgart und wurde 2007 für die wichtigste Dramatikerauszeichnung der Schweiz, den Welti Preis, nominiert. Sie schreibt neben Theaterstücken auch Prosatexte, Hörspiele, Kolumnen und Übersetzungen und lebt mit ihren Kindern in Plasselb/Schweiz.

A grotesque vision of the future in a society stretched to the breaking point. A scenario of a flooded Europe and Inuit farmers that is closer than we might like.


Foto: Barbara Kern


Foto: Barbara Kern


Foto: Barbara Kern


Foto: Barbara Kern

Komposition: Boris Bell. Text: Marianne Freidig. Regie: Matthias Mooij. Ausstattung: Jean-Marc Desbonnets / Anna von Zerboni. Kostüme: Mirjam Egli. Dramaturgie: Peter-Jakob Kelting. Schauspiel: Sebastian Krähenbühl, Anna-Katharina Müller. Bariton: Robert Koller. Ensemble Tzara: Zoï Tsokanou/Ai Yamamura (Piano, Korrepetition), Moritz Müllenbach (Cello), Sebastian Hofmann (Schlagzeug), Dawid Jarzynski (Klarinette). Produktion: stranger in company, Gianna Olinda Cadonau

Koproduktion mit Schlachthaus Theater Bern und Theater Tuchlaube Aarau.

«Das Erzählen ist wichtiger als die Erzählung selbst» :pdf

«Kulturbeutel 23/12» :pdf

«Frieren, fürchten, hungern, träumen» :pdf