Schlachthaus Theater Bern
Performance

BONE 14:

Festival für Aktionskunst II

Vorstellungen: 01.12.2011

Spiel Ort: Schlachthaus Theater Bern

Ka Moser (CH): KONZERTPERFORMANCE, Marina Belobrovaja (CH) / Bleiberecht-Kollektiv, Andreas Heusser, Guido Henseler und Gäste: MULTIKULTI TOURS, Lara Stanic (CH): SPIELFELD und Fredie Beckmans (NL): HOTPOT III - worstclub.

Performance Art als Kunst des Handelns! BONE , neu kuratiert von Valerian Maly und Peter Zumstein, vertritt eine zeitgenösssiche, medienspezifische und prozessorientierte Kunstform, die nicht nur dem Theater verbunden ist, sondern ebenso im Kontext von Musik, Bildender Kunst, Literarischem Schreiben oder Urbanistik zu betrachten ist. BONE lädt von 30. November bis 3. Dezember allabendlich ins Schlachthaus ein, trägt aber auch die Aktionskunst in die Stadt. Ein Festival der KünstlerInnen, das um den HOTPOT von Fredie Beckmans in die Nacht geht.


Lara Stanic


Ka Moser

«Es geht mehr um Energien und doch ist es Musik» sagt Ka Moser (*1937) über ihre Arbeit. Seit April 1988 notiert sie keimhafte musikalische Fundstücke, Intensitäten, Muster.
Ka Mosers Piano-Performances der 1980er sind einem breiten Publikum lebhaft in Erinnerung, ihre Performances im
Kunstmuseum Bern gehen in die Berner Performance-Geschichte ein. Für ein junges Publikum allerdings werden Mosers «Minimal-Melismen» eine un-erhörte Entdeckung sein.

Marina Belobrovaja (*1976) in Kiew geboren, emigrierte nach Israel, übersiedelte dann nach Deutschland und studierte Bildende Kunst und Kunstvermittlung an der Universität der
Künste in Berlin und an der Zürcher Hochschule der Künste. Sie arbeitet im Grenzbereich zwischen gesellschaftlicher Realität und künstlerischer Praxis. Ihre Aktionen thematisieren auf provokative und zugleich spielerische Weise politische und soziale Phänomene. Sie lebt und arbeitet in Zürich.

Nach mehrjähriger Beschäftigung mit zeitgenössischer Musik und Neuem Musiktheater entwickelt Lara Stanic (*1973) eigene Bühnenperformances, Klanginstallationen, Hörspiele und komponiert für Tanz- und Theaterproduktionen.
Verbindung von elektronischen und digitalen Medien mit dem Körper des Musikers sowie Konzert- und Interpretensituation
sind häufige Themen ihrer Performances. In ihren Experimenten mit Elektronik versucht sie, der Technik verspielte, poetische Wirkung abzugewinnen und setzt dabei oft selbst gebaute Elektronik ein.

Fredie Beckmans (*1956), Weltmeister a. D. der Kochperformance und als solcher «Champignon du Monde», königlich ausgezeichneter Bildermaler, Performancekünstler, Zeichner, und Autor bezeichnet sich selbst als den schlechtesten Künstler aller Zeiten (wehe es mache ihm jemand diesen Rang streitig!). Der Gründer des legendären Amsterdamer «worstclub» residiert derzeit hoch über Biel im Atelier Robert als Gastkünstler . Fredie Beckmans erhält von BONE den Auftrag, jeden Abend einen HOTPOT zu servieren – auch wenn er der schlechteste Künstler ist, der beste Bereiter fantasievoller Speisen ist er allemal!