Schlachthaus Theater Bern
Theater

Rimini Protokoll (Berlin) / Düsseldorfer Schauspielhaus:

KARL MARX: DAS KAPITAL, ERSTER BAND

Vorstellungen: 13.09.2012 | 14.09.2012

Im Rahmen von: BIENNALE BERN 2012: KAPITAL

Spiel Ort: Schlachthaus Theater Bern

Sie haben «Das Kapital» gelesen oder auch nicht: Acht Personen aus dem richtigen Leben, keine Schauspieler, erzählen aus erster Hand zum Thema Arbeit, Geld, Wert. Skuril, ernst und kompetent.

Die grosse Analyse von Karl Marx hat einen prominenten Platz in der Reihe jener Bücher, die alle kennen und doch nur wenige richtig gelesen haben. Für Helgard Haug und Daniel Wetzel von Rimini Protokoll ist es ein dramatischer Text, dessen sieben Siegel nur mit Hilfe von acht Menschen geöffnet werden können, die mit, in und für dieses Werk gelebt haben. Das Ergebnis ist weder ein Abgesang noch graue Theorie auf der Bühne. Bei diesem Buch geht es nicht darum, wie die Regie es liest, sondern wer es überhaupt gelesen hat; nicht so sehr darum, was darin steckt, sondern wo in der Gesellschaft es steckt, wer es benutzt und kennt, welcher politischer Couleur und wirtschaftlicher Praxis auch immer.
KARL MARX: DAS KAPITAL, ERSTER BAND führt die Fäden eines weitschweifenden Castings zusammen, bei dem Menschen aus unterschiedlichen politischen und gesellschaftlichen Gegenden mit ihren Biografien abweichende Perspektiven auf dieses zu dicke Buch beitragen und vertreten.



Foto: Sebastian Hoppe


Foto: Sebastian Hoppe

Konzept und Inszenierung: Helgard Haug, Daniel Wetzel. Bühne: Helgard Haug, Daniel Wetzel in Zusammenarbeit mit Daniel T. Schulz. Mit Christian Spremberg (Call Center Agent), Thomas Kuczynski (Statistiker und Wirtschaftshistoriker, Editor), Talivaldis Margevics (Historiker und Filmemacher, Riga), Franziska Zwerg (Übersetzerin), Jochen Noth (Unternehmensberater, Dozent Schwerpunkt China und Asien), Ulf Mailänder (Autor und Coach in der Rolle von Jürgen Harksen, Anlageberater), Sascha Warnecke (Revolutionär und Student).
Eine Koproduktion des Düsseldorfer Schauspielhauses mit Schauspielhaus Zürich, schauspielfrankfurt und Hebbel am Ufer Berlin. Aufführungsrechte: Hartmann & Stauffacher Verlag.
Veranstaltet durch Schlachthaus Theater Bern und Biennale Bern.

Zu BIENNALE BERN 2012: KAPITAL

Die Biennale Bern ist ein transdisziplinäres Festival für zeitgenössisches Kunstschaffen. Veranstaltet wird die Biennale von zahlreichen Kulturinstitutionen der Stadt Bern - mit dem Ziel, die lokalen Veranstalter mit regionalen, nationalen und internationalen Kunstschaffenden zusammenzuführen.

Ein Thema dient dem Festival als Bündelung und zugleich als Anstoss für neue Projekte. Nach Fremdgehen (2008) und Wut (2010) wagt sich die Biennale Bern 2012 an ein Thema, das heute die ganze Welt bestimmt und prägt: Kapital. Wir leben in einer Zeit, in der alles über die Geldflüsse geregelt wird. Alles wird kapitalisiert. Die Biennale Bern 2012 will mit Projekten aus den Sparten bildende Kunst, Theater, Performance, Musik, Literatur und Film eine profunde Auseinandersetzung mit dem Festivalthema erreichen. Neben den künstlerischen Darbietungen werden auch Plattformen für Referate und Diskussionen mit Gästen aus den Bereichen Politik, Ökonomie und Soziologie geschaffen.

«Keine alten Rahmen fuer aktivistische Kunst!» WOZ 23.08.12:pdf

«Das Kapital, Karl Marx» BZ 06.09.12:pdf

«Fr. 4343.50 für gute Taten» Der Bund 13.09.12:pdf