Schlachthaus Theater Bern
Puppentheater

Puppentheater Halle:

BUDDENBROOKS

Vorstellungen: 12.01.2013 | 13.01.2013

Im Rahmen von: WINTERFESTSPIELE 2013 - DIE EIGENEN VIER WÄNDE

Spiel Ort: Schlachthaus Theater Bern

Von Thomas Mann in einer Bearbeitung von John von Düffel. Ein Haus, eine zerbrechende Familie. Und verblüffende Puppen.

In den drei Geschwistern Buddenbrook manifestieren sich drei miteinander kämpfende Lebenshaltungen, drei Versuche, mit dem geerbten Vermächtnis und einer sich verändernden Welt umzugehen. Sie nehmen den Kampf auf und scheitern alle drei an der Realität, an ihren Ansprüchen, an sich selbst. Thomas versucht, der Verantwortung gerecht zu werden und den Platz seines Vaters einzunehmen, und muss erkennen, dass er doch schon ein anderer ist als sein Vater. Christian, der Verweigerer, versucht der Familie und den Traditionen zu entkommen. Und Tony, die anfangs unbekümmert Lebenslustige, scheitert nach zwei unglücklichen Ehen an ihren eigenen Ansprüchen.

In geradezu erschreckender Klarheit werden die Fragen unserer Existenz gestellt. Was sind unsere Vorstellungen vom Leben? Wie gehen wir mit unserem Erbe um? Haben wir überhaupt eine Chance, unser Leben selbst zu gestalten, oder sind wir nur Teil einer Familie, Glieder in einer Kette?

The «Decline of a Family» has coined the notion of bourgeoisie, family and dynasty for over a century. Doubles, puppets and silhouettes give this show its distinctive character.



Vom 12.1. bis zum 12.2.13 zeigt das Schlachthaus Theater Bern vier Produktionen zum Thema DIE EIGENEN VIER WÄNDE. Zum Thema werden Haus, Wohnung, Zimmer, Orte des privaten Glücks, der letzten Intimität in einer durchleuchteten Welt oder der heimischen Tyrannei.
Hier vertreibt das Theater die Illusion der Geborgenheit. Hier dreht das Theater die Verhältnisse um und macht das Private öffentlich. Das Theaterpublikum darf ja grundsätzlich durch das Schlüsselloch schauen und teilhaben am Privaten. Hier darf es sogar antasten, wie der Privatraum sich anfühlt.
Legen Sie sich ins Bett mit Unbekannten (bei Caroline Schenk), schleichen Sie sich in eine fremde Wohnung und machen Sie sich ganz klein, um die Einwohner nicht zu stören (bei mikeska:plus:blendwerk), schauen Sie der mächtigen Familie der grossen Puppen beim Frühstück zu (Puppentheater Halle) und rücken Sie einer Künstlergruppe (Supergrupa Azorro) beim intimsten Prozess der künstlerischen Schöpfung auf den Pelz.



Mit: Ines Heinrich-Frank, Steffi König, Katharina Kummer, Nils Dreschke, Philipp Pleßmann, Lars Frank. Regie Moritz Sostmann.
Bühne und Kostüme: Klemens Kühn. Puppen: Hagen Tilp. Dramaturgie: Maria V. Linke. Konzeptionelle Mitarbeit: Annegret Hahn.

«AmFrühstückstischmit gebeutelten Grossbürgern» BZ 10.01.13:pdf

«Buddenbrooks» Der Bund 10.01.13:pdf

«Lasst die Puppen tanzen!» KulturStattBern 13.01.13:pdf

«Musik und Theater» NZZ 13.01.13:pdf