Schlachthaus Theater Bern
Theater

Achim Lenz (Chur):

DER BÜRGERKRIEG

Vorstellungen: 19.03.2014 (Uraufführungs-Produktion. Berner Premiere) | 20.03.2014 (Uraufführungs-Produktion) | 22.03.2014 (Uraufführungs-Produktion)

Spiel Ort: Schlachthaus Theater Bern

Über das Trauma der Gewalt: Ein Chortheater für 6 Schauspielerinnen nach dem antiken Epos «Bellum Civile» [Bürgerkrieg] von Marcus Annaeus Lucanus in der deutschen Übersetzung von Dietrich Ebener.

Das Epos «Bellum civile» (manchmal auch «Pharsalia» genannt) handelt vom römischen Bürgerkrieg, in dem sich im 1. Jahrhundert vor Christus die Armeen von Julius Cäsar und Pompeius gegenseitig niedermetzelten und das Land verwüsteten. Die brudermörderische Kämpfe, die Lucanus in extrem brutalen Bildern und schönsten Hexametern beschreibt, mündeten in den Untergang der römischen Republik und bereiteten dem Kaisertum den Weg. Lucanus formte den Stoff von Verrat und Gewalt in einer grandiosen Dichtung.
Pompeius und Cäsar. Bürger, Boten, Trauernde und Überlebende. Täter und Opfer. In der Inszenierung vom Achim Lenz stehen sie alle als Sprechchor auf der Bühne. Die Erzählung liefert nicht nur ein Erklärungsmodell für die heutigen Konfliktherde (wie Syrien, Libyen, Bosnien, Rwanda), sie benennt auch schonungslos die Zerfallserscheinungen einer fortgeschrittenen Kultur und zeigt uns deren Ende auf.
Nach WOLFSHAUT, einer Bühnenadaptation des Antiheimat-Romans von Hans Lebert - ebenfalls als chorisches Theater inszeniert - ist DER BÜRGERKRIEG die zweite Arbeit von Achim Lenz im Schlachthaus Theater.

Almost two millennia ago, Roman poet Lucan wrote an epic poem about the civil war between Caesar and Pompey. Generations later, the trauma of violence is not yet resolved.


Foto: Bjoern Stork


Foto: Walter Schmid


Foto: Walter Schmid


Foto: Walter Schmid

Mit Newa Grawit, Charlotte Kath, Nina Mariel Kohler, Hanna Schwab, Sarah Speiser, Anna Staab; Regie/Konzept/Fassung: Achim Lenz; Raum/Ausstattung: Silke Bauer; Licht: Roger Stieger; Maske: Annina Schmid; Dramaturgie: Matthias Frense; Wissenschaftliche Betreuung: Prof. Dr. Christine Walde; Regieassistenz: Mona Brinkmann; Produktionsleitung: Anita Willi; Administration: Brigitte Balzer-Brunold; Produktion: Achim Lenz.
Koproduktion: Theater Chur, Ringlokschuppen Mülheim a.d.R., Schlachthaus Theater Bern

Presse: WAZ

Presse: nachtkritik.de

«Radikales Chortheater» Musik & Theater 01.03.2014 :pdf

«Die rotzige Endzwanzigerin» Berner Zeitung 13.03.2014:pdf

«Bern Krieg und Trauma» Surprise Strassenmagazin 14.03.2014:pdf

«Klageweiber gegen das Schicksal» kulturagenda 17.03.2014:pdf