Schlachthaus Theater Bern
Theater

PENG! Palast:

FIGHT! Palast

#membersonly

Vorstellungen: 26.09.2014 (Premiere) | 27.09.2014 (anschliessend Publikumsgespräch) | 01.10.2014 | 02.10.2014 | 03.10.2014 (ins Theater mit...) | 04.10.2014

Spiel Ort: Schlachthaus Theater Bern // Saal

PENG! Palast auf den Spuren der Generation Y: Join the Club!

PENG! Palast setzt sich in seiner neuen Produktion kritisch mit der vermeintlichen Freiheit und Selbstbestimmung der Generation Y auseinander. Die Grundlage dafür liefern die eigenen Biographien, Alltagsroutinen und Erlebnisse mit mies bezahlten Nebenjobs, stinkig-stickigen Kickboxkellern und kuschligen Selbsthilfegruppen. Inspiriert von Chuck Palahniuks Kultroman „Fight Club“ kreiert PENG! Palast seine eigene Kampfarena, lebt seine unterdrückten Sehnsüchte aus und geht durch die eigenen idealistischen Utopien K.O.! Nur wer das Risiko einer Niederlage eingeht, kann auch siegen. Join the Club!

Sind aufgewacht und haben diese #wutimbauch. Wer macht mit? #aufdiefresse! #PENGPENG!
Keiner braucht die #zermürbendenroutinen und #wiederkehrendenmuster unseres Alltags, die #selbstlügen und unsere #beschissenendigitalen:-)profile!
Wir geben nen Fick auf #moralischeselbstkontrolle und #hipster-narzissten! Wir sind nicht frei, wir sind #generationY! ROFL! #hashtag
Wir werden selbst zum #FIGHT! Palast: #workout #training #kämpfen @abgefuckte_Mucki-Bude & @Drecks-Prekariats-Nebenjob! $$$
Lust auf Deine #animalischbrutaleseite und Deine #zerstörungskraft! #lassesraus
Wer eignet sich? Wirst DU aufgenommen? #membersonly!?

Und hier geht's zur Website von PENG! Palast .


FIGHT! Palast (c) Rob Lewis


FIGHT! Palast (c) Rob Lewis


FIGHT! Palast (c) Rob Lewis


FIGHT! Palast (c) Rob Lewis

Members (so far): Nina Mariel Kohler, Christoph Keller, Dennis Schwabenland, Myriam de Wurstemberger, Mathias Bremgartner, Benjamin Spinnler, Raphael Urweider, Roland Amrein, Tonio Finkam, Joachim Budweiser, Rebekka Bangerter, Maike Lex, Verena Ledergerber.

Gefördert durch Kultur Stadt Bern, SWISSLOS/Kultur Kanton Bern, Stadt Leipzig, Kulturamt, Pro Helvetia, Schweizer Kulturstiftung, Fachausschuss Theater und Tanz BS/BL, Ernst Göhner Stiftung, Migros-Kulturprozent, Burgergemeinde Bern, Schweizerische Interpretenstiftung.


Aus den Pressestimmen zu FIGHT! Palast

Auszug aus der Berner Zeitung vom 29. September 2014, Michael Feller

„Es staut sich die Wut, und es fliegen die Fetzen: Zum Saisonbeginn wird im Berner Schlachthaus-Theater gewütet und geboxt. Diesen «Fight! Palast» sollte man sich nicht entgehen lassen. (…) Theater ist zu selten, aber doch immer wieder für Überraschungen gut. Mittlerweile ist die Gruppe Peng! Palast, gegründet von ehemaligen Theaterstudenten der Berner Hochschule der Künste, fast schon eine Garantin dafür. Sie bringt es fertig, ihrem Publikum eine neue und kurzweilige Sicht der Dinge zu zeigen. Nun also «Fight! Palast», inspiriert von «Fight Club» und von der eigenen Wut im Bauch. (…) Das Stück kennt keinen Schongang. Die Sprache ist derb, und die Wut, die sich da aufstaut, wirkt echt. Dann beginnen sich die drei zu prügeln, «um sich mal wieder zu spüren». Besser gesagt: Sie fangen mit Kickboxen an. Aus dem Schlachthaus wird ein Boxring. Die drei Schauspieler präsentieren ein ordentliches Schlagrepertoire, das sie sich für diese Produktion erarbeitet haben. Wir sehen gestählte Körper, sind mitten im Training. In den Sportlerschweiss mischen sich immer wieder die Erwartungen und Enttäuschungen aus dem Alltag, in dem die Protagonisten leben. (…) Die Schauspieler sprechen Besucher an – eine Horrorvorstellung für viele Theatergänger, doch nach kurzen Anlaufschwierigkeiten funktioniert das Vorhaben. (…) Zum Schluss ist die Grenze von Publikum und Bühne ganz aufgehoben, und als das so wilde wie kurzweilige Stück nach begeistertem Applaus vorbei ist, geht es irgendwie trotzdem weiter. (…) Es ist ein Theaterbesuch, der aufwühlt und aufputscht – und bei dem man etwas erlebt. Am Ende fühlt sich auch das Publikum wieder sehr lebendig."

Auszug aus dem Bund vom 29. September 2014, Oliver Roth

«Fight! Palast», so der Titel des Stücks von Peng! Palast, nimmt sich der Generation der 20 bis 30 Jährigen an und nimmt Chuck Palahniuks Buch «Fight Club» als Inspiration. Die stete Vorbereitung auf den Kampf und die Errichtung einer Kampfarena, in der wir alle sitzen, bildet denn auch den dramaturgischen und thematischen Rahmen des Stücks, mit dem die Saison im Schlachthaus-Theater eröffnet wird. (…) Die drei Darsteller (Nina Mariel Kohler, Christoph Keller, Dennis Schwabenland) bereiten sich in Fitnessübungen auf den kommenden Kampf vor, erzählen während des Seilspringens vom schlecht bezahlten Call-Center-Job, und während sie sich die Boxhandschuhe anziehen, von sterilen Fitnesscentern. Dabei lassen sie richtig Frust ab. (…) Sowohl körperlich als auch sprachlich stemmen sie sich gegen die Gesellschaft, gegen Arbeitgeber und Frauenbilder. Und sie ziehen gemäss dem Untertitel des Stücks, #membersonly, einzelne Gäste mit ins Geschehen ein. Sie befragen die Leute aus dem Publikum über ihre Jobs, über ihren Zorn aus und lassen Ausgewählte auf der Bühne Ikea-Möbel aufbauen und verschrotten. In solchen Momenten ist das Stück am stärksten: wenn man mitleidet, wenn keine Rollen mehr gespielt werden, wenn die Leute echt sind. (…)"