Schlachthaus Theater Bern
Theater

Milo Rau / IIPM – INTERNATIONAL INSTITUTE OF POLITICAL MURDER:

The Civil Wars

Vorstellungen: 01.04.2015 (Berner Premiere) | 02.04.2015 | 03.04.2015

Im Rahmen von: Das Schlachthaus zu Gast in der Dampfzentrale

Spiel Ort: Dampfzentrale, Marzilistrasse 47, 3005 Bern

Vier Schauspieler, vier Lebensgeschichten: Eine politische Psychoanalyse unserer Zeit.

Platzbeschränkung: 200 Besucher
ACHTUNG, anderer Ort: Dampfzentrale, Marzilistrasse 47, 3005 Bern


Schweizer Theaterpreis 2014 für Milo Rau
THE CIVIL WARS wurde ausgewählt unter die 5 besten Theaterstücke 2014 von den Theaterkritiker/innen SRF2 kultur und wurde ausgezeichnet mit dem Jury-Preis der Theater-Triennale „Politik im Freien Theater", dem wichtigsten Preis der freien Szene

Zum Stück
Wohin treibt Europa? In was für Zeiten leben wir? Mit The Civil Wars inszeniert Milo Rau eine Lecture Performance à 4 voix über die Prämissen von Revolte und politischem Engagement. Entlang ihrer eigenen, windungsreichen Biografien befragen die vier Schauspieler Karim Bel Kacem, Sara De Bosschere, Sébastien Foucault und Johan Leysen die Conditio Humana in Europa zu Beginn des 21. Jahrhunderts.

Die Pressestimmen waren einhellig begeistert, mit The Civil Wars sei Milo Rau ein Meisterwerk gelungen.

Auf der Bühne ein Wohnzimmer, darin vier Menschen, darüber in Übergröße ihre Gesichter auf einer Filmleinwand. Sie erzählen Episoden aus ihrer Jugend, von ihren Vätern und wie sie sich von ihnen losgesagt haben. Sie sprechen über Wahnsinn, Glaube und politische Überzeugungen und fragen, was davon übrig geblieben ist. Was hält diese Gesellschaft noch zusammen in einer Epoche der Radikalismen, der sich ankündigenden Klimakriege und des allgemeinen Werteverfalls? Wie übersetzt sich eine kulturelle Umbruchzeit in private Lebensläufe? Und taugt das Theater heute noch als politisches Reflexionsmedium? In den intimen Erzählungen spiegelt sich die jüngste Geschichte Europas, es entsteht ein Tableau Vivant unserer Zeit.


Milo Rau, geboren 1977 in Bern, studierte Soziologie, Germanistik und Romanistik in Paris, Zürich und Berlin, u.a. bei Tzvetan Todorov und Pierre Bourdieu. 1997 unternahm er erste Reportagereisen (Chiapas, Kuba) und war ab 2000 als Autor für die Neue Zür-cher Zeitung tätig. Seit 2003 arbeitet Milo Rau als Regisseur und Autor im In- und Ausland, u.a. am Maxim-Gorki-Theater Berlin, Staatsschauspiel Dresden, HAU Berlin, Theaterhaus Gessnerallee Zürich, Teatrul Odeon Bukarest und Beursschouwburg Brüssel. Milo Rau gründete im Jahr 2007 für die Produktion und Auswertung seiner künstlerischen Arbeiten die Theater- und Filmproduktionsgesellschaft IIPM, die er seitdem leitet.

Seine Theaterinszenierungen und Filme wurden zu den wichtigsten nationalen und internationalen Festivals eingeladen – u.a. ans „Berliner Theatertreffen“, ans „Noorderzon Festival Groningen“, an die „Wiener Festwochen“, ans „Kunstenfestival Brüssel“ und ans Festival „Radikal Jung“, wo er mit dem Regie- und Kritikerpreis ausgezeichnet wurde. Neben seiner Arbeit für Bühne und Film ist Milo Rau als Dozent für Regie, Kulturtheorie und soziale Plastik an Universitäten und Kunsthochschulen tätig.
Seine Inszenierungen, Aktionen und Filme (u. a. „Montana“, „Die letzten Tage der Ceausescus“, „Hate Radio“, „City of Change“, „Breiviks Erklärung“, „Die Moskauer Prozesse“, „Die Zürcher Prozesse“) wurden u. a. ans Festival d’Avignon eingeladen, zum Prix de Soleure nominiert und touren durch die ganze Welt.

Zuletzt wurde der Autor und Regisseur Milo Rau mit dem “Schweizer Theaterpreis 2014”, dem “Hörspielpreis der Kriegsblinden” (für “Hate Radio”) sowie einer “Besonderen Auszeichnung” (für “Die Moskauer Prozesse”) auf dem Festival des Deutschen Films geehrt. Die Zeitschrift “La Libre Belgique” zählte ihn kürzlich zu den “gefragtesten Regisseuren Europas”, die Zeitung “Der Freitag” bezeichnete ihn als den “umstrittensten Regisseur seiner Generation”.


Auszug aus den Pressestimmen

"Hinreißend. Eine politische Psychoanalyse, eine Reise ins Herz des Kriegs unserer Zeit." (Libération)

"Milo Rau trifft den Nerv der Zeit." (SF Tagesschau)

"Gewagt. Gelungen. Ein Must-Have-Seen der aktuellen Theaterszene." (Bayrischer Rundfunk)

"Milo Rau schürft nach dem Innersten im Menschen und kehrt es heraus. Auf diese Weise spiegelt er die Welt im Detail." (NZZ)

"Zweihunderprozentig. Das Wort spielt sich mitten ins Herz." (Tages-Anzeiger)

"Ein Höhepunkt des modernen politischen Theaters." (Kommersant)

“Klug und berührend.” (Deutschlandfunk)

"Großes Theater." (Süddeutsche Zeitung)

"Packend und großartig." (nachtkritik.de)

"Wie Ingmar Bergman in seinen Filmen schlüpft Milo Rau tief unter die Haut seiner Darsteller." (De Standaard)

"Ein radikales Gesellschaftsporträt, ein Tableau Europas. Das geht uns alle an." (Deutsche Welle)

"Alles klingt absolut richtig. Wirklich großartig." (La Libre)


Foto: Marc Stephan


Foto: Marc Stephan

Besetzung
KONZEPT, TEXT & REGIE: Milo Rau
TEXT UND SPIEL: Karim Bel Kacem, Sara De Bosschere, Sébastien Foucault, Johan Leysen
RECHERCHE & DRAMATURGIE: Eva-Maria Bertschy BÜHNE & KOSTÜME: Anton Lukas KAMERA & VIDEODESIGN: Marc Stephan TON & SOUNDDESIGN: Jens Baudisch LICHTDESIGN: Abdeltife Mouhssin, Bruno Gilbert, Aymrik Pech; MUSIKALISCHE BERATUNG: Colette Broeckert, Eurudike De Beul REGIE-ASSISTENZ: Mirjam Knapp RECHERCHE, ÜBERSETZUNG & TRANSKRIPTION: Aurélie Di Marino BÜHNENBILD- & TECHNIK-ASSISTENZ: Bruno Gilbert, Aymrik Pech PRODUKTIONSLEITUNG: Mascha Euchner-Martinez, Eva-Karen Tittmann ÖFFENTLICHKEITSARBEIT: Yven Augustin CORPORATE DESIGN: Nina Wolters WEB-MASTERING: Jonas Weissbrodt THEORETISCHE BERATUNG & REDAKTION BUCH: Rolf Bossart

The Civil Wars ist eine Koproduktion von IIPM – International Institute of Political Murder mit Kunstenfestivaldesarts Brüssel, Beursschouwburg Brüssel, Zürcher Theater Spektakel, Kaserne Basel, Schlachthaus Theater Bern, La Bâtie – Festival de Genève, Schaubühne am Lehniner Platz Berlin und Théâtre Nanterre-Amandiers Paris.

Unterstützt von Stadt Zürich Kultur, Pro Helvetia, Ernst Göhner Stiftung, Migros Kulturprozent, kulturelles.bl, Kanton St.Gallen Kulturförderung / Swisslos, Paul Schiller Stiftung, GGG Basel, Goethe-Institut Brüssel und Pianofabriek Brüssel.
Die Aufführungen in Bern werden unterstützt von der Stadt Bern.

Das Schlachthaus Theater dankt der Burgergemeinde Bern für die freundliche Unterstützung.

Für ihre wertvolle Mitarbeit bei der Recherche geht ein Dank an: Radouane Attiya, Dyab Abou Jahjah, Saliha Ben Ali, Bilal Benyaich, Dimitri Bontinck, Sébastien Courtoy, Christophe Marchand, Richard Millet, Anne Morelli, Kurt Pelda, Véronique Loute, Roland Van Der Hoeven, Cécile Vanderpelen, Jan Van Goethem, Françoise Wallemacq, Catherine Wilkin, Els Witte, Hosni Zahri.