Schlachthaus Theater Bern
Kindertheater

Weltalm Theater:

DAVID COPPERFIELD

EIN STÜCK FÜR ALLE AB 10 JAHREN

Vorstellungen: 24.04.2015 (Premiere) | 25.04.2015 | 26.04.2015 | 27.04.2015 (Schulvorstellung) | 27.04.2015 (Schulvorstellung) | 28.04.2015 (Schulvorstellung) | 16.05.2015 | 17.05.2015 | 18.05.2015 (Schulvorstellung)

Spiel Ort: Schlachthaus Theater Bern // Saal

«Wir müssen Schicksalsschlägen kühn ins Gesicht sehen, wir müssen das Unglück müde machen.» Schafft es David, seinen Platz in der Welt zu finden?

Die Termine im Überblick:
24. April Freitag 18:00 PREMIERE
25.4. Samstag 16:00
26.4. Sonntag 16:00

16. Mai Samstag 16:00
17.5. Sonntag 16:00

Bitte beachten Sie:
Über theaterlink.ch oder direkt über das Schlachthaus Theater sind noch wenige Karten folgende Schulvorstellung buchbar: Montag, 18.5., 10:00 (Dauer ca. 70 Minuten)


Zum Stück:
England 1850, Zeit der Industrialisierung. Vom Stiefvater nach London verdingt, findet das Waisenkind David Copperfield in dieser stinkenden, sumpfigen und rauchigen Stadt seine Lebensträume vernichtet, aber er gibt nicht auf und flieht zu seiner schrulligen Tante Betsy die ihm rät: «Wir müssen Schicksalsschlägen kühn ins Gesicht sehen, wir müssen das Unglück müde machen.» Schafft es David, seinen Platz in der Welt zu finden?


WELTALM Theater:
2015 wird WELTALM Theater zehn Jahre alt. Oh yeah. Seit 2013 unterstützen Stadt und Kanton Bern die freie Theatergruppe mit der Ensembleförderung. Hurray.
"David Copperfield" ist nach "das doppelte Lottchen" und "Siegenthalers: glorios & famos" die dritte Produktion in diesem Rahmen. Oh yes.
Die Menschen, die für diese Produktion zusammen kommen, haben in verschiedenen Projekten und unterschiedlichen Funktionen alle bereits für WELTALM Theater gearbeitet. Thanks a lot. Sibylla Walpen entwirft Bühne und Kostüme, Frank Gerber verantwortet den Sound und Lena Lessing führt Regie. Neben David Copperfield spielen Doro Müggler und Peter Zumstein, welche auch das Konzept massgeblich entwickelt haben. Come and see.

Weitere Infos zum Weltalm Theater finden Sie HIER .

Auszug aus den Pressestimmen:

„ (…) wenn am Anfang dick der Theaternebel von der Bühne ins Publikum herüberwabert, dann ist sie auch schon da, die Welt, in die der titel¬gebende Held hineingeboren wird – London zur Mitte des 19. Jahrhunderts, die Fabriken, die Schlote, der Kampf ums Dasein. Alles nur abstrakt, aber mit Musik und Geräuschen (Frank Gerber) effektsicher unterstrichen. Und jetzt: Auftritt eines Erzählers mit Zylinder. Mit seiner Einführung schlägt er – schön -geratener Rahmen des Stücks – dieses «Buch des Lebens» (Weltalm) auf: die Geschichte von einem, der als Kind geprügelt, ausgebeutet und verstossen wird und seinen Platz dann trotzdem findet. Erobert? Findet – darauf kommt es an.
Kein Draufgänger, dieser Copperfield, in der Tat. Der blutjunge, aber baumlange Basil Eidenbenz, den man schon im Schweizer Fernsehen («Best -Friends») und im Schweizer Kino («Boys Are Us») sehen konnte, macht ihn ganz einnehmend zu einem ruhigen, bescheidenen, geduldigen und insofern alles andere als spektakulären Helden. «Wir dürfen uns nicht einschüchtern lassen», sagt ihm seine schrullige Tante (Lena Lessing spielt sie herzhaft, und sie führt hier auch Regie). Damit bekommt er ausser ihrer Liebe auch das Rezept gegen alle Unbill mit auf seinen Weg, und den markieren auf der minimalistischen Bühne (von Sibylla Walpen) wiederkehrende Begegnungen vor einer halbtransparenten Plastikplane.

Dora und Agnes gehören dazu, zwei Liebschaften, von denen die erste glücklos und die andere mit dem Happy End ausgeht (zweimal mädchenhaft: Doro Müggler). Vorher aber muss sich Copperfield noch bewähren mit seinem Glauben an sich selber. Gegen den boshaften Stiefvater nämlich, vor allem aber gegen seinen endlos erfinderischen Widersacher Uriah Heep (genau, von ihm hat die Rockband ihren Namen). Und so rumpelstilzchenhaft er hier herumgeifert, bucklig und mit Augenklappe, besorgt Peter Zumstein auch den schauspielerischen Höhepunkt.

Alles da also – knapp, aber souverän erzählt ein ganzes Erwachsenwerden. Und unaufdringlich, aber klar formuliert die Moral vom Leben, das einem an Schmerz und Schlägen nichts erspart. Zurückschlagen hilft da nicht, nur der längere Atem. Und der Wille, anständig zu bleiben, trotz allem. «Wir müssen das Unglück müde machen, David», sagt die Tante. Ein bemerkenswerter Gedanke für eine Gegenwart, die ganz jenen rast- und hemmungslosen Vorwärtsmachern gehören will, die nur noch «Lösungen» und keine Probleme mehr kennen. Und möglicherweise hat ja nicht nur dieser Copperfield, sondern auch die Inszenierung ihre gefasste, unaufgeregte, ja unabenteuerliche Art aus diesem unzeit¬gemässen Geist. (...) “

(Der Bund, Printausgabe vom 27. April 2015)


Schlachthaus Theater unterwegs: Mit Weltalm Theater im BärenPark // Foto: Rob Lewis

Von und mit: Doro Müggler, Peter Zumstein, Lena Lessing, Sibylla Walpen, Basil Eidenbenz, Frank Gerber, Andy Giger, Benjamin Güdel, Ilana Walker, Renata Jocic, Lea König, Emilie Kobel, Michael Röhrenbach, Verena Ledergerber.

Eine Koproduktion mit: Schlachthaus Theater Bern, GZ Buchegg Zürich, Theater Tuchlaube Aarau

Mit der freundlichen Unterstützung von: Pro Helvetia, Stadt Bern, Kanton Bern, Burgergemeinde Bern, Stanley Thomas Johnson Stiftung, Migros Kulturprozent und Schweizerische Interpretenstiftung.