Schlachthaus Theater Bern
Festival

30.4. bis 10.5.:

AUAWIRLEBEN Theaterfestival Bern

Vorstellungen: 30.04.2015 (Festivaleröffnung)

Spiel Ort: Schlachthaus Theater // Saal

Auch 2015 ist das AUAWIRLEBEN Theaterfestival Bern zu Gast im Schlachthaus Theater: DER RÄUBER HOTZENPLOTZ spielt vom 9. bis 11. Mai bei uns. Das gesamte AUA im Schlachthaus finden Sie hier ...

AUAWIRLEBEN 2015: LEAVE THE WINNING TEAM
Theaterfestival Bern
30. April bis 10. Mai 2015

FESTIVALPASS: Fr. 200.– / Fr. 150.–** ÜBER WWW. AUAWIRLEBEN.CH, TICKETS: WWW.STARTICKET.CH


** Die Ermässigungen AUAWIRLEBEN sind gültig für Studierende, AHV, Arbeitslose, Theaterschaffende, Kulturlegi-BesitzerInnen und Vereinsmitglieder AUAWIRLEBEN. Die Schlachthaus-
Stuhl-Abonnements sind für die Termine im Schlachthaus wie gewohnt buchbar, sowohl für Gemeinden, Institutionen als auch Privatpersonen.



Iggy Malmborg (Malmö)
b o n e r

1.5. Freitag 20:00
2.5. Samstag 19:30


Sprache: Englisch / Dauer: 1h 20min / Eintritt: 35.–/25.–**
Ab 18 Jahren

b o n e r geht davon aus, dass man eine Situation erst dann soziologisch vollständig erfassen kann, wenn man nicht nur das menschliche Verhalten betrachtet, sondern auch die Objekte einbezieht, die die Situation überhaupt erst ermöglichen (bzw. miterschaffen). Da sich Objekte nicht sehr gut ausdrücken können, hilft ihnen diese Performance. Sie berichten über ihre Funktion und die Eigenschaften, welche ihnen ihren Wert verleihen. In der Situation der Performance werden sie zu Handelnden auf derselben Stufe wie Iggy Malmborg. Oder wird der Künstler hier zum Gebrauchsgegenstand degradiert?

Dieses Solo thematisiert die Krux der künstlerischen Einzelarbeit, wie überhaupt die Unmöglichkeit, unabhängig durch die Welt zu gehen.

Von und mit: Iggy Malmborg; Technik und dramaturgische Unterstützung: Maike Lond; Koproduktion: Kanuti Gildi SAAL Tallinn

In Zusammenarbeit mit: Baltic Circle Festival Helsinki, Inkonst Malmö


Christophe Meierhans (Genf/Brüssel)
Some use for your broken clay pots

4.5. Montag 20:00
5.5. Dienstag 19:00

Sprache: Deutsch / Dauer: 1h 30min / Eintritt: 35.–/25.–**

Auf das demokratische System der Schweiz sind wir stolz. Das hohe Mass, in dem die Bürgerinnen und Bürger in den politischen Prozess einbezogen sind, gilt als vorbildlich. Aber zunehmend wird Kritik daran laut. Kriegen wir das nicht irgendwie besser hin?
Der in Brüssel lebende Schweizer Performer Christophe Meierhans ist sich sicher: Es gibt eine bessere Alternative zu den heutigen demokratischen Verfassungen. Zusammen mit einem Team von Expert_innen hat er eine neue Form der Demokratie entwickelt. Sein System fordert ein komplettes Umdenken vom Gewohnten und ist gleichzeitig viel zeitgemässer. Es baut auf Transparenz, Teilhabe und politische Verantwortung jedes Einzelnen. Politiker_innen werden abgewählt, wenn sie dem Willen des Volkes nicht mehr entsprechen, statt antizipativ aufgrund von (leeren) Wahlversprechen gewählt zu werden. Und nachrücken kann potentiell jeder.

Some use for your broken clay pots ist eine äusserst anregende und lustvolle Kampfansage an eine Kultur der ‹Alternativlosigkeit›!

Von und mit: Christophe Meierhans; Dramaturgie: Bart Capelle; Konzeptuelle Beratung: Rudi Laermans; Beratendes Team: Anne-Emmanuelle Bourgaux, Rudi Laermans, Jean-Benoît Pilet, Dave Sinardet; Verfassungsrechtliche Beratung: Anne- Emmanuelle Bourgaux; Bühne: Sofie Durnez; Buch-Design: The Theatre of Operations; Illustrationen: Nuno Pinto Da Cruz; Produktion: Mokum

Koproduktion: Kaaitheater Brüssel, Workspace Brüssel, Vooruit Arts Centre Gent, Teatro Maria Matos Lissabon, BIT Teatergarasjen Bergen, Kunstenfestivaldesarts Brüssel


DER RÄUBER HOTZENPLOTZ
Showcase Beat Le Mot
Einladung von AUAWIRLEBEN und Schlachthaus Theater Bern

9.5. Samstag 16:00 Berner Premiere
10.5. Sonntag 16:00
11.5. Montag 10:00 Schulvorstellung (bereits ausverkauft)


Tickets ausschliesslich über AUAWIRLEBEN
Fr. 25.- /20.-* /10.-

Er schnupft, trinkt und klaut der Grossmutter die singende Kaffeemühle. Sieben Messer und eine Pistole gehören zu seiner Ausrüstung: Ragga Hotzenplotz! Die Zähne klappern, das Schiesspulver macht sich selbstständig und der Duft selbstgemachter Hotdogs erfüllt den Raum, während Zauberer Petrosilius Zwackelmann und Räuber Hotzenplotz Kasperl und Seppl in ihren Verstecken gefangen halten. Showcase Beat Le Mot lädt zum Tanz mit dem Räuber: dicke Raggariddims und fette Zauberei zeigen uns seine Welt als die einzige Alternative zu der hiesigen.

Das vierköpfige Performancekollektiv Showcase Beat Le Mot gründete sich 1997 aus den Angewandten Theaterwissenschaften in Gießen heraus. Seitdem schlägt ihr kollektives Herz für die Gesetzlosen. Sie feiern das Leben der Piraten oder schicken in ihrer Manga-Serie «Gomune» einen einsamen Shogun auf einen blutigen Kreuzzug durch das mythische Japan. Als Wiedertäufer machen sie das frühneuzeitliche Münster unsicher und als Bremer Stadtmusikanten schlagen sie sich in den Räuber-Wald. Unter der Hand erzählen diese Aussenseiterfantasien immer auch vom Leben einer freien Theatergruppe, die sich den Gesetzen des Stadttheaterapparats entziehen will: Sie erzählen vom Streben nach Selbstbestimmung, nach kollektiver Willensbildung und hierarchiefreien Arbeitsprozessen – und von der Lust an unkonventionellen Handlungs- und Ausdrucksformen. Dabei zeigen sich die Showcase-Abende stets als große Flickenteppiche aus selbst geschriebenen Liedern, Choreographien, Videos, Objekten, Erzähltexten und gelegentlichen Dialogen.
Das Performancekollektiv ist erstmals zu Gast in Bern und zeigt die 2007 beim Festival Impulse ausgezeichnete Produktion. Anschliessend an das Gastspiel im Schlachthaus geben Showcase Beat Le Mot eine Masterklasse an der Hochschule der Künste Bern.

Von und mit: Showcase Beat Le Mot Musik: Miguel Ayala Konzept Magie: Manuel Muerte Produktionsleitung: Olaf Nachtwey Urheberrechte: Verlag für Kindertheater, Uwe Weitendorf GmbH

Eine Koproduktion von Showcase Beat Le Mot mit dem Theater an der Parkaue Berlin und dem Forum Freies Theater, Düsseldorf. Gefördert durch Mittel des Hauptstadtkulturfonds (2007).

Im Schlachthaus Theater Bern zu sehen im Rahmen von AUAWIRLEBEN.

www.showcasebeatlemot.de



Iggy Malmborg (Malmö): b o n e r
Foto: Tani Simberg


Christophe Meierhans (Genf/Brüssel): Some use for your broken clay pots
Foto: Luca Mattei