Schlachthaus Theater Bern

Matterhorn Produktionen:

KURZ VOR DER ERLÖSUNG

Ein Sprechoratorium zu Weihnachten von Michael Fehr

Vorstellungen: 18.12.2015 (Berner Premiere) | 19.12.2015 | 20.12.2015 | 23.12.2015 (Letzte Vorstellung!)

Spiel Ort: Schlachthaus Theater Bern // Saal

In siebzehn musikalischen Sätzen (Kapiteln) bringen Matterhorn Produktionen dieses sprachgewaltige Opus zum Klingen. Sprechend, singend, stolpernd, tönend, lodelnd, lotternd, lützelnd begeben sie sich auf die Suche nach der Erlösung.

Alle Termine von Kurz vor der Erlösung


Der Text «Kurz vor der Erlösung» von Michael Fehr ist ein virtuoses Sprechoratorium, das die Weihnachtsgeschichte auf eigenwillige Art neu erzählt. Jeder der 17 musikalischen Sätze (Kapitel) beginnt mit «Es begab sich aber zu jener Zeit» und endet in gesungenem «Hallelujah». Unterwegs streifen sie Josef und Maria als Asylsuchende, den Jäger, den Männerchor in der Beiz, den Fusssoldaten, den Kantor und gleichzeitigen Pastor und viele mehr. Glocken aller Grössen und Klangfarben - vom Kinderglockenspiel über die Kuh- bis zur Kirchenglocke - begleiten die SchauspielerInnen auf ihrer sprachlichen Wildwasserfahrt.

Am Schluss bleibt das nicht enden wollende Hallelujah und es stellt sich die Frage ob die Erlösung, nach der alle Figuren im Text suchen, vielleicht gar nicht existiert. Eben eine Weihnachtsgeschichte: voller Schönheit, Zweifel und Sehnsucht.

Der Text ist eigenwillig, hoch musikalisch und von grosser sprachlicher Dichte. Fehrs Schreibmethode – aufgrund einer angeborenen Sehschwäche schreibt er hörend statt sehend - hat im Text ihre Spuren hinterlassen. Das Ausprobieren eines Wortklanges, das Wiederholen, Umkreisen und Herantasten bleibt hörbar und macht den Text zu einem eigenwilligen Klanggewächs, welches starke Bilder hervorruft.


Pressestimmen

«Fein ausbalanciert torkeln Bewegungsbilder, Wortsinn und Klang auf den fulminanten Schluss­akkord zu: die harmonische «Erlösung» des Glockengeläuts und des «Halleluja, Alleluja».» Anne-Sophie Scholl, Berner Zeitung BZ , 17.12.2015

«Das Resultat ist eine sprachakrobatische Leistung sondergleichen, die sich deutlich von der gefühlten Sprachlosigkeit vieler anderer Theaterproduktionen unterscheidet.»
Sebastian Kirsch, Südostschweiz, 28.11.2015

«Eine hochtheatraler heiliger Abend, der sich wie ein umgekehrter Mahlstrom praktisch aus dem Nichts erhebt und scheinbar alltägliche Episoden schicksalhaft ineinanderwirbelt. Ein kleines Bühnenwunder kurz vorm ersten Advent: Fehrs literarische Vorlage entfaltet erst gesprochen ihre ganze atemberaubende Wirkung.»
Carsten Michels, Bündner Tagblatt, 28.11.2015

«Mit Franziska von Fischer, Fabienne Hadorn, Krishan Krone, Markus Mathis und Michael Wolf hat sie (Regisseurin Ursina Greuel) ein ausgewogenes, hervorragend sprechendes Ensemble. Sie geben der Sprache Zeit, gliedern Fehrs komplexe Sätze sorgfältig, wenn nötig, mit langen Pausen, und machen ihre Musikalität und ihren feinen Witz hörbar.»
Peter de Jong, Basellandschaftliche Zeitung, 28.11.2015


Weitere Infos unter www.matterhorn.li


Foto: Yoshiko Kusano

Schauspiel: Franziska von Fischer, Fabienne Hadorn, Krishan Krone, Michael Wolf, Markus Mathis, N.N. Regie: Ursina Greuel Ausstattung: Bettina Ginsberg Licht / Technik: Jens Seiler Musik: Gustavo Nanez

Eine Matterhorn Produktion in Koproduktion mit Gare du Nord Basel, Theater Chur, Kleintheater Luzern und Schlachthaus Theater Bern

Unterstützt von kulturelles.bl, Stadt Bern, Pro Helvetia, Migros Kulturprozent, Burgergemeinde Bern, GGG, Scheidegger Thommen Stiftung