Schlachthaus Theater Bern

KNPV:

41 Stunden

Vorstellungen: 24.03.2016 | 25.03.2016 | 26.03.2016 | 29.03.2016 | 30.03.2016 (Letzte Vorstellung!)

Spiel Ort: Schlachthaus Theater // Saal

Doktor Schiwago in Syrien. Ein Epos über Informationsflut und Empathie. Eine Gratwanderung zwischen Komik und Tragik.

Alle Spieldaten von 41 Stunden

Die Medien versorgen uns pausenlos mit schrecklichen Meldungen aus der ganzen Welt. Was steckt hinter diesen Informationen? Was lösen sie bei uns aus? Es gibt so viel Schrecken auf der Welt, dass wir oft gar nicht mehr wissen, worauf und wie wir reagieren sollen. Ein latent schlechtes Gewissen schleicht sich ein.

Sobald man mit Betroffenen in Kontakt kommt, ändert sich die Situation. Gemeinsam mit dem syrischen Autor Mudar Al Haggi beschäftigen sich Armin Kopp, Philippe Nauer, Priska Praxmarer und Dirk Vittinghoff mit dem Konflikt in Syrien. Ausgangspunkt des Stücks ist das Epos Doktor Schiwago, transportiert in syrische Verhältnisse.

Medienstimmen:

«Der Versuch, den Konflikt in Syrien auf die Bühne zu holen, scheitert kläglich. Zum Glück. Denn «41 Stunden» funktioniert gerade deswegen, weil es eben nicht versucht, Betroffenheitstheater zu sein, sondern weil es Vorurteile, Unvermögen, Naivität, Zweifel und Ängste offenlegt, und zwar mit viel Selbstironie und erfrischend schwarzem Humor.» Gisela Feuz, Der Bund , 27.3.2016

«Es geht nicht um das Land oder um den Krieg als solchen, sondern um unseren unbeholfenen Versuch, ihn zu thematisieren. Auf die Gefahr hin zu scheitern. Es geht um unser schlechtes Gewissen, das unseren Umgang mit den Betroffenen lähmt.» Philippe Nauer im Interview mit Maximilian Pahl, Der Bund , 24.3.2016

Radiobeitrag auf Kulturadar von Radio RaBe, 24.03.2016

«Immer wieder durchbricht das Spiel die Grenze zwischen Vorstellung und Wirklichkeit, zwischen Wachen und Träumen. Darum wohl fiel die Wahl auf die extrem künstliche Welt des Dr. Schiwago. Diese ganze Konstruktion ist komplex und anspruchsvoll. Dank der grossartigen Inszenierung (Regie: Dirk Vittinghoff) wird «41 Stunden» jedoch mit Begeisterung aufgenommen.» Christian Felix, Der Landbote , 07.03.2016

«Mudars Lebensumstände haben bei Kopp/Nauer/Praxmarer/Vittinghoff Fragen zu ihrer eigenen Existenz aufgeworfen. (...) Selbstironisch blicken sie auf Ängste, Zweifel und Vorurteile, auf die eigenen, aber auch auf die des Gegenübers, auf Naivität, lustige Hilfsversuche und absurde Inszenierungsvorschläge, und kreieren so ein Stück über sich und Mudar, über die Schweiz und Syrien (...).» Fabienne Naegeli, ensuite, 02.03.2016

Kultur Kompakt , Radio SRF 2 (12'00'' bis 16' 12''), Kaa Linder, 7. März 2016


Foto © Ingo Höhn


Flyerauszug (Grafik: Michael Epp)

Spiel: Philippe Nauer, Priska Praxmarer Idee/Produktion/Realisation: Armin Kopp, Philippe Nauer, Priska Praxmarer Idee/Produktion/Realisation/Regie: Dirk Vittinghoff Idee/Realisation: Mudar al Haggi Produktionsleitung: Annette von Goumoëns Video: Moritz Praxmarer Bühne: Beni Küng Kostüme: Sibylla Walpen Grafik: Michael Epp

Eine Koproduktion mit dem Kellertheater Winterthur und dem Schlachthaus Theater Bern