Schlachthaus Theater Bern
Theater

steirischer herbst / Staatstheater Hannover:

Wilde - Der Mann mit den traurigen Augen

Vorstellungen: 25.04.2004 | 26.04.2004

Im Rahmen von: auawirleben

Spiel Ort: Kulturhallen Dampfzentrale

Abfahrt: Kriegsgebiet sehr weit. Ankunft: leeres Bahnhofperron Neumünster an der Lau. Und man sollte prickelnde Augen haben? Anschl. Gespräch mit dem Ensemble

Nur um für einen Augenblick der Hitze im Zug zu entkommen, ist er ausgestiegen, der Reisende, der nach seinem Einsatz im Krisengebiet als Arzt ohne Grenzen auf der Heimfahrt ins elterliche Bleibach ist. Raus aus dem brechend vollen Abteil. Luft! Und irgendwas zu trinken. Jetzt steht er da, erschöpft, mitten auf dem menschenleeren Bahnhof von Neumünster an der Lau. «Bleiben Sie hier, Seien Sie unser Gast und fahren Sie morgen», spricht ein aus dem Nichts aufgetauchtes Brüderpaar. Unser Mann folgt der höflichen Einladung, und es beginnt ein wildes Stück über das langsame Verschwinden. «Eine Atmosphäre irgendwo zwischen Kafka und Bataille. Klaustrophobisch, sexualisiert, ironisch, und immer mit einer Formsicherheit, die entzückt.» (Frankfurter Rundschau) "Wilde" wurde als eine der zehn bemerkenswertesten Theaterproduktionen an das Berliner Theatertreffen 2004 eingeladen.


Uraufführung des Stückes von Händl Klaus mit Bruno Cathomas, Simone Henn, Peter Knaak, Tim Porath und Wilhelm Schlotterer. Regie: Sebastian Nübling. Ausstattung: Muriel Gerstner. Musik: Lars Wittershagen. Licht: Heiko Wachs. Eine Koproduktion steirischer herbst / schauspielhannover. Unterstützt von der HKB Fachbereich Theater im Rahmen der Reihe Auftritt 8nach8 und dem österreichischen kulturforum, Bern. Alle Spieldaten: So 25. + Mo 26.4. 19:30 Uhr