Schlachthaus Theater Bern
Literatur

Lyrikabend:

Dieter Roth als Wortkünstler

Vorstellungen: 13.11.2004

Spiel Ort: Schlachthaus Theater

Ein Abend und eine Buchausstellung, dem Wortwerk von Roth gewidmet, welcher in seinem Pass «Schriftsteller und Maler» eingetragen hatte. Programm eingerichtet von Peter Erismann. Mit Barbara Wien und Philippe Nauer

Dieter Roth (1930 bis 1998) hat sich sowohl durch das Bild wie durch das Wort Ausdruck verschafft. Gegenüber Freunden betonte er oft, dass er sich in erster Linie als Schriftsteller sehe, der mit der bildenden Kunst lediglich eine angenehme Form gefunden habe, diese Neigung zu finanzieren. Die Anfänge seiner Auseinandersetzung mit Sprache liegen im Bern der fünfziger Jahre. Im Umfeld der Zeitschrift Spirale entstanden erste Gedichte in der Tradition der konkreten Poesie. In der Folge entwickelte Roth einen eigenen Sprachkörper mit spezifischer Resonanz und der Avantgarde verpflichtet. Dieser findet seinen Niederschlag in unzähligen Künstlerbüchern, Editionen, grossen Literaturprojekten und Zeitschriften, die Roth in vierzig Jahren oft in Zusammenarbeit mit Freunden, Künstlern und Familienmitgliedern «gemacht» hat.


Der Abend und die Bücherausstellung im Schlachthaus soll das literarische Schaffen Roths würdigen und seinen ausufernden und unüberblickbaren Sprachkörper zum klingeln bringen.