Schlachthaus Theater Bern
Theater

durrer/bodinek:

Narayama

Vorstellungen: 02.03.2005 | 03.03.2005 | 04.03.2005 | 05.03.2005

Spiel Ort: Schlachthaus Theater

Bestimmt die Ökonomie die Moral? Um den Jüngeren nichts wegzuessen, damit die Sippe überlebt und weil die Tradition es so will, geht eine alte Mutter mit umtriebiger Gelassenheit unbeirrt auf den Tod zu. Und schläft auf dem Berg Narayama im Schnee ein

In einem abgelegenen Dorf in den Bergen Japans sind Gesetz und Moral dem Hunger und der absoluten Armut unterworfen. Wer das siebzigste Lebensjahr vollendet hat, tritt die Wallfahrt zum Narayama an, um dort auf dem Tod zu warten. «Am besten ist es, beim ersten Schnee zu gehen». Das brutale wie poetische «Narayama-bushiko» von Fukazawa sorgte 1957 im Japan für eine Sensation. Seine Verfilmung durch Shohei Imamura, 1983 mit der Goldenen Palme ausgezeichnet, machte Fukazawas Erzählung in der ganzen Welt bekannt. Durrer und Bodinek stellen diesmal auf der Bühne die existenzielle Frage: Wie lange darf der Einzelne leben, wenn die gesellschaftlichen Mittel knapp werden?




Nach Shichiro Fukazawa. Mit Stina Durrer und Werner Bodinek. Eine Inszenierung von fischteich: Konzept und Regie von Stephan Lichtensteiger; Konzept, Dramaturgie und Sounddesign von peter Kuntner. Dodò Deér: Bühnenbild, Erzählstimme. Regula Wyss: Kostüme. Christian Brantschen: Musik. Stephan Haller: Lichtkonzept und Technik. Eine Produktion Durrer/Bodinek in Co-Produktion mit dem Theater Tuchlaube Aarau und dem Schlachthaus Theater Bern.