Schlachthaus Theater Bern
Theater

schauspielhannover:

Windows. Oder: müssen wir uns Bill Gates als einen glücklichen Menschen vorstellen?

Vorstellungen: 24.04.2005 | 25.04.2005 (anschliessend Publikumsgespräch)

Im Rahmen von: AUAWIRLEBEN 05 KÖRPER AYSL

Spiel Ort: Schlachthaus Theater

Ein Monolog von Mathias Greffrath in der Fassung von Clemens Schick und Elias Perrig. Ein Blick ins Innenleben von Bill Gates. Absturz?

Bill Gates: Reichster Mann der Welt, ein Pionier, der Napoleon der Netzgesellschaft, angefeindeter Monopolist und auf dem besten Weg, zum Mythos zu werden. Für alle Microsoft-Frustrierte eine Quelle des Ärgers, für Verschwörungstheoretiker ein Hassobjekt, ein Godzilla des Computer-Reiches. Dabei tritt der Mann, der für die ganze Welt den Software-Standard gesetzt hat, wie der freundlich-unbedarfte Pharmazeut eines US-Provinzdrugstores auf, geht wirklich gern zu McDonald's und legt abends 1000-Teile-Puzzles mit Frau und Kind. Über sein privates Leben und seinen Charakter kursieren nur wenige Stereotypen. Das allein regt die Phantasie an. Bill Gates in seiner Villa am See, 4000m2 Wohnfläche mit immenser Glasfront, Big Brother Zentralcomputer präpariert sensorisch das individuelle Wohlsein von Bill, Frau Melinda und Tochter Jannifer. Temperatur, Lieblingstier, Lieblingsstimmung... Homo sapiens im Digital-Kokon.


Autor Mathias Greffath - der sich als Journalist lange mit der Auswirkung der Globalisierung auf unsere Art zu arbeiten und zu leben beschäftigt hat - lässt tief in die inneren Welten des Bill Gates blicken. Elias Perrig und Clemens Schick bringen die scharfe Satire und Collage von Selbstaussagen und Spekulationen, Dokumenten und Fiktion visionär auf die Bühne. Mit Clemens Schick. Regie: Elias Perrig. Dramaturgie: Regina Guhl. Raum & Kostüme: Wolf Gutjahr. Licht: Jochen Meyer.