Schlachthaus Theater Bern
Theater

Barbara Weber & Co:

Jacko unplugged (UNPLUGGED2. Posing and Terror. Doppelabend)

Vorstellungen: 27.04.2006 | 28.04.2006

Im Rahmen von: AUAWIRLEBEN 2006 FREIE RADIKALE

Spiel Ort: Schlachthaus Theater

Das Rezept: 3 Schauspieler und 1 Musiker + 14 Tage Zeit + Black Panther Party + The King of the Pop + Peter Pan und Angela Davis + Schwarzer Soul + Rassismus + Schwarzer Widerstand + Botox und falsche Nasen + Mikrofone und -Ständer für Kinder + Zeitungsschnipsel, Dollars, Waffen, weisser Puder, schwarze Camouflage. Das sollte reichen für einen Unplugged-Abend, der den Popstar Michael Jackson mit der Black Power Emanzipation im Amerika der 60er Jahre verschränkt. Der Gegensatz von Ebony and Ivory kennt zweierlei Ausformungen: Bei Michael Jackson dient er als Songtitel und wird zum Mainstream für Weisse. Für die Black Panther Bewegung wird dieser Gegensatz zu Ebony and Agony und führt zum Untergrund für Schwarze. Oder vom Black Movement der Black Panther Party zu Jacksons Moonwalk. Malcolm X postulierte Selbstbestimmung, Freiheit und das Ende der Ausbeutung und forderte das Ende willkürlicher Polizeigewalt gegen die schwarze Bevölkerung. Auf diesem zivilgesellschaftlichen Boden der 60er Jahre spiegelt sich eine popkulturelle Fata Morgana der 80er und 90er Jahre: Jackson hätte der erste schwarze Megastar werden sollen und mutiert stattdessen zu einem Zombie, einem «weissen» Untoten - auf einer unkontrollierten Achterbahnfahrt. Upside down: Mercedes Pimps und Bitches sind die Rap- und HipHop-Kinder der schwarzen Kapitalismuskritik. Verkörpert wird Michael Jackson u.a. von dem in den 80er Jahren leidenschaftlichen Jackson-Fan Fabienne Hadorn.


Mit Arvild Baud, Fabienne Hadorn, Dominique Müller, N.N. Von Barbara Weber, Sara Valentina Giancane, Sven Heier, Mike Müller, Haiko Pfost, André Donzé. Eine Koproduktion mit Theaterhaus Gessnerallee, AUAWIRLEBEN, in Zusammenarbeit mit HAU Berlin.