Schlachthaus Theater Bern
Theater

Reckless Factory:

Wer... [binichich]

Vorstellungen: 04.03.2010 (Schweizer Erstaufführung) | 05.03.2010 (Schweizer Erstaufführung. Probier-Mich-Preis) | 06.03.2010 (Schweizer Erstaufführung)

Spiel Ort: Schlachthaus Theater Bern

ich bin ich und du bist mein sofa -
Frank Zappa

Nach dem Unfalltod ihrer Eltern treffen die fünf erwachsenen Kinder am Vorabend der Beerdigung im Elternhaus zusammen. Trauer empfinden sie wenig, keiner von ihnen denkt gern an Kindheit und Pubertät zurück. In einer alkoholseligen Nacht stellen sie sich dann die Frage: Wer bin ich? Und: Wie konnten wir die werden, die wir geworden sind?

Das ganze könnte ein gut bekanntes Leichenschmaus- oder Totenwachestück sein, würden die Spieler und Spielerinnen von Reckless Factory nicht immer wieder an der Authentizität ihrer Figuren zweifeln lassen, unvermittelt die Formate wechseln, vom Krimi zum Drama, von der Karaoke-Show zur (fiktiven) Bloggdokumentation des Probenprozesses springen. Und zurück. Anhand der Textvorlage des holländischen Autors Oscar van Woensel, greift Reckless Factory die Themen Selbsinszenierung und Identität auf.
Für die Schweizer Erstaufführung hat der Autor, mit dem bei der Stückvorbereitung eine fruchtbare künstlerische Zusammenarbeit entstanden ist, zusätzlichen Text geschrieben, der nun im Schlachthaus zum ersten Mal zur Aufführung gelangen wird.


Von Oscar van Woensel. Mit: Marie Luise Bartel, Gunther Kaindl, Christian Sellmann, Samuel Enslin und Anna Katharina Bartel. Regie: Johannes Mager. Bühne: Kianoush Javashi. Technik: Helene Mager, Hugo Ryser. Kostüme und Musik: Reckless Factory. Medien: Samuel Enslin, Roland Amrein. Produktionsleitung: Roland Amrein. Koproduktion mit dem Schlachthaus Theater Bern.

Reckless Factory versteht sich als freies Produktionsskollektiv mit Ausgangspunkt in Bern. Reckless steht für abenteuerlich, gewagt, leichtfertig, riskant, rücksichtslos. Unter dieser Prämisse bearbeitet das Kollektiv existentielle und archaische Themen wie Erlösung, Einsamkeit oder Identität.

«Spiel mit der eigenen Identität.pdf» :pdf

«Wüste Worte im Niemandsland.pdf» :pdf

«Platte Inszenierung von kaputter Familie.pdf» :pdf