Schlachthaus Theater Bern
Literatur

Vernissage der Werkausgabe :

Der Philosoph von Bümpliz wiederentdeckt

Vorstellungen: 30.11.2006

Spiel Ort: Schlachthaus Theater

Vernissage der Werkausgabe von Carl Albert Loosli mit den Herausgebern Fredi Lerch und Erwin Marti, mit der Mitwirkung von Endo Anaconda und Werner Aeschbacher und mit einem Grusswort von Alexander Tschäppät.

«Gewiss, ich achte die Kunst hoch, doch achtbarer, erhabener noch ist mir der Menschen Leiden.» (Carl Albert Loosli, 1877-1959). Längst wäre sie fällig gewesen, die Wiederentdeckung von Carl Albert Loosli. Er war einer der herausragendsten Schweizer Schriftsteller und Intellektuellen des 20. Jahrhunderts. Was ihn als Person auszeichnete, schlägt sich auch in seinen Schriften nieder: Unbestechlichkeit, Ehrlichkeit und Mut - und zugleich eine ausserordentliche geistige Brillianz. C. A. Loosli war ein Querdenker und Freigeist. Nicht zuletzt deshalb war er seiner Zeit in fast allen Fragen voraus. Das zeigt sich in seinen Schriften zu Jugend und Erziehung, zu Strafrecht und Strafvollzug, zum helvetischen Selbstverständnis, zu Kulturpolitik, zu Judentum und Antisemitismus, zu Literatur und Kunst. Als Schriftsteller war der «Philosoph von Bümpliz» in fast allen Genres heimisch und zwar zudem ein scharfzüngiger Satiriker. Einer, dem die Schweiz eigentlich zu eng war, aber auch einer, der sein Land liebte - und daran litt. An der Vernissage werden die Bände 1 und 3 vorgestellt.