Schlachthaus Theater Bern
Theater

Junges Theater Basel:

Leonce und Lena

Vorstellungen: 15.02.2007 | 16.02.2007 | 17.02.2007

Spiel Ort: Schlachthaus Theater

nach Georg Büchner. In der schweizerdeutschen Übersetzung von Lukas Holliger und Ensemble.

Leonce, bei Büchner Sohn des Königs, ist hier der Sohn des CEO einer Grossfirma und soll auch einmal Geschäftsmann werden. Oh Langeweile. Sein Freund Valerio ist stolz zu verkünden: «Ich bin noch Jungfrau in der Arbeit!». Na super. Erst der Befehl des Vaters bringt die beiden auf Trab: Leonce soll heiraten und die Geschäfte übernehmen. Sie flüchten. Und begegnen Lena und Alexa, ihrer Freundin, die auch vor einer angeordneten Hochzeit davonlaufen. Aus dem Klassiker ist ein Stück über Identitätssuche entstanden, ohne grosse Worte und herzensnah. Die vier auf der Bühne stehenden Nicht-Profi-Schauspieler sind nicht älter als der 22jährige Büchner, als er das Stück schrieb. Sie haben ihre Weltsicht genauso in die Inszenierung eingebracht wie der Schauspieler Hans-Jürg Müller und der Regisseur Rafael Sanchez (30jährig immerhin). Wer letztes Jahr vom Jungen Theater Basel «Fucking Amal» gesehen hat, muss nicht mehr bekehrt werden. Alle anderen sollten express die Beine in die Hand nehmen und diese turbulente, körperbetonte und intelligente Art von Jugendtheater einfach entdecken.

Nach Georg Büchner. In einer Übersetzung ins Schweizerdeutsch von Lukas Holliger und Ensemble. Mit Mark Staehelin (Leonce), Cécile Bauer (Lena), Edgar Eckert (Valerio, Freund von Leonce), Anna Fries (Alexa, Lenas Freundin), Hans Jürg Müller (Peter, Vater von Leonce). Regie: Rafael Sanchez. Bühne: Felicia van Kleef. Kostüme: Mirjam Egli. Dramaturgie: Uwe Heinrich. Übersetzung: Lukas Holliger.