Schlachthaus Theater Bern
Theater

Théâtre en Flammes:

Gênes 01

Vorstellungen: 22.03.2007

Im Rahmen von: Ouest/Est 07

Spiel Ort: Schlachthaus Theater

Eine persönliche Chronik, fast ein Doku-Theater, der polizeilichen Gewalt 2001 während des G8 in Genua. Über Giulianis Tod und über den ach so schnellen Sinneswandel von Wörtern wie Demokratie, Terrorismus, Verantwortung und Freiheit.

Der dreissigjährige Fausto Paravidino, einer der meist gespielten Autoren in Italien, hat «Gênes 01» wie eine persönliche Chronik der Ereignisse während des G8 im Juli 2001 geschrieben. Der Westschweizer Regisseur Denis Maillefer - man erinnere sich an «Je vous ai apporté un disque» letztes Jahr im Schlachthaus - ist dem aktuellen und resolut politischen Theater Paravidinos einfach verfallen. «Ich liebe den Chor, sei er gesprochen oder gesungen» sagt Maillefer zu Gênes 01. «Der Chor zwingt uns Theaterleute, eine eindeutige Stellung auf der Bühne zu finden. Der Chor schafft die Distanz ab zwischen Saal und Bühne, zwischen realer Person und Figur. Auf der Bühne, als Bestandteil des Chors, müssen die Schauspieler den Eindruck vermitteln: das bin ich, ich selbst als Person bin hier, um anderen etwas zu sagen. Es ist natürlich ein Trick, denn sie spielen, aber das Spiel ist subtil und delikat.»


Von Fausto Paravidino. Spiel: François Karlen, Julia Perazzini, Valerio Scamuffa, Bastien Semenzato, Gilles Tschudi, Anne-Marie Yerly, Delphine Rosay und Lucie Zelger. Regie: Denis Maillefer. Bühnenbild : Sylvie Kleiber. Licht: Laurent Junod. Ton: Philippe de Rham. Kostüme: Isa Boucharlat.