Schlachthaus Theater Bern
Theater

EcouteVoir-Produktion:

Wet Rock. Eine Seifenoper

Vorstellungen: 21.11.2007 (Berner Premiere) | 22.11.2007 | 23.11.2007 | 24.11.2007 | 25.11.2007

Spiel Ort: Schlachthaus Theater

Über die Freuden und Leiden des Reinigungsfachpersonals. Recherchiert und veropert von Lilian Naef und Veronika Minder.

Sechs Reinigungsfachfrauen treffen sich zum Frühjahrsputz im Schulhaus. Sie kommen aus der Ukraine, aus Polen, aus Kolumbien und aus der Schweiz. Ihre Biografien sind so unterschiedlich wie die Gründe dafür, warum sie ihr Geld ausgerechnet mit Putzen verdienen, mit einer Arbeit, die so wenig gesellschaftliche Anerkennung geniesst. Im Verlauf des Abends erzählen sie von den Freuden und Leiden ihres Arbeitsalltags, von Kontrolle und Misstrauen, von Sexismus und Rassismus, von körperlicher, aber auch psychischer Belastung. In privaten Haushalten fallen neben der Putzarbeit häufig noch andere Dinge an, die zu erledigen sind. So werden aus Putzfrauen oft Seelentrösterinnen oder Gesellschafterinnen. Trägerinnen so manch intimer Geheimnisse. Wem sonst mutet man herumliegende Unterhosen, gebrauchte Kondome oder verdreckte Kloschüsseln zu? Das Stück «Wet Rock. Eine Seifenoper» ist dokumentarisches Theater. Als Textmaterial dienten Interviews mit Putzfrauen aller Couleur. Ihnen, diesen unsichtbaren Arbeiterinnen, soll eine Plattform gegeben werden. Unsere Bühnen-Putzfrauen gehen mit ihrer Unsichtbarkeit offensiv um, sie singen und tanzen sich mit schrägen Putzchoreografien ins Rampenlicht und bedienen unerschrocken das Klischee der singenden Putzfrau.



Mit Stine Durrer, Jasmine Jäggi, Malika Khatir, Tatjana Mösli, Lilian Naef, Agnieszka Salamon. Regie und Text: Lilian Naef. Recherche: Veronika Minder. Musik: Christian Brantschen. Ausstattung: Heidy-Jo Wenger. Licht: Yvonne Hostettler. Foto: Urslé von Mathilde. Grafik: Angela Sanders. Produktion: Cristina Achermann.