Schlachthaus Theater Bern
Tanz

Die afrikanische Nacht:

C'est-à-dire…

Vorstellungen: 29.12.2007

Im Rahmen von: DIE GOLDENE WURST – 10 JAHRE SCHLACHTHAUS

Spiel Ort: Dampfzentrale

Auf leerer Bühne durchtanzt Seydou Boro Passagen seines Lebens. In der Dampfzentrale Bern.

In dem beeindruckenden Solo greift der Ausnahmetänzer und frühere Theaterschauspieler auch auf die Sprache zurück und befreit damit den afrikanischen Tanz aus den gängigen Mustern der naiven Körperlichkeit. Es ist die bislang persönlichste und radikalste Arbeit des jungen Afrikaners, der lange mit der französischen Choreographin Mathilde Monnier gearbeitet hat. Das Stück ist die fünfte Produktion der Compagnie Salia nï Seydou aus Ouagadougou und es ist Boros erste Soloarbeit. Durch die radikale Choreographie befragt Seydou Boro auch sein Verhältnis zum Tanz. In «C'est-à-dire…» erzählt uns Seydou Boro von Afrika, von seiner Tochter, von seinem Treffen mit Mathilde Monnier. Und reflektiert grundsätzlich die Rolle des afrikanischen Tanzes in der internationalen Kunstszene.


1968 in Ouagadougou geboren, gibt Seydou Boro Fussball und Informatikstudium sehr bald auf, um zuerst Theater und dann Tanz zu studieren. 1993 steigt er in die Compagnie Mathilde Monnier in Montpellier ein und nimmt an den verschiedenen Kreationen der Compagnie teil. Zusammen mit Salia Sanou gründet er 1994 die Compagnie Salia nï Seydou. Ihre Tanzstücke «Le siècle des fous», «Figninto, l'oeil troué» oder «Weeleni, l'appel» gehen durch die Welt. Neben seiner choreographischen Arbeit, für die er mehrmals preisgekrönt wurde, realisiert Seydou Boro Filme, entwickelt Projekte mit Jugendlichen und schreibt fürs Theater. Choreographie, Text und Musik: Seydou Boro. Choreographieassistenz: Salia Sanou. Tanz: Seydou Boro. Regie: Amadou Bourou. Licht: Laurent Cauvain. Kostüm: Martine Somé. Eine Produktion der Compagnie Salia nï Seydou. In Zusammenarbeit mit der Dampfzentrale