Schlachthaus Theater Bern
Theater

Katarina Gaub:

GENESIS Nr.2 von Iwan Wyrypajew und Antonia Welikanowa. Schweizer Erstaufführung

Vorstellungen: 17.12.2008 | 18.12.2008 | 19.12.2008 | 20.12.2008

Spiel Ort: Schlachthaus Theater

«Wenn du an Gott glaubst, heisst das noch lange nicht, dass Gott auch an dich glaubt.» Am Anfang war die Erde wüst und leer, jetzt ist sie bunt und eng. Gott ist tot, der Mensch erwachsen und der Sinn eine Privatangelegenheit.

Aus dem Russischen von Stefan Schmidtke In «Genesis Nr. 2» gibt es zwei Hauptfiguren: Gott und Lots Frau. Die beiden haben ein großes Thema: die Frage, ob es Gott gibt. Lots Frau hat einen Namen erhalten, nämlich Antonina, und ist Patientin, Gott heißt jetzt Arkadij Iljitsch und ist Arzt. Die Tatsache, dass Gott Atheist und Posivitist ist, erleichtert den Dialog nicht unbedingt: Gott will Beweise für seine Existenz, Antonina kommt mit Glauben. Er will Fakten, sie bietet Inbrunst. Hin und wieder schaltet sich der Autor Iwan Wyrypajew mit unterhaltsamen Liedern ein. Auch er hat sich ein Pseudonym ausgedacht: er nennt sich Prophet Johannes. Er kennt das Prophetenproblem, nämlich im eigenen Land, sprich im eigenen Stück, nichts zu gelten. «Genesis Nr. 2» ist ein Stück über die Suche nach (einem) Gott, über den Zweifel an der Berechtigung seiner Existenz und ein Balanceakt über dem nicht enden wollenden Abgrund zwischen Glaube und Vernunft. 15 Berner StatistInnen werden im Stück über ihre religiösen Erfahrungen sprechen.


Mit: Franziska Dick, Vivianne Mösli, Wowo Habdank, Christian Kerepeszki und Thomas Luz. Sowie: Bürgerinnen und Bürger des Kantons Bern und Zürich Regie: Katarina Gaub. Dramaturgie: Rainer Hofmann. Bühne: Beni Küng. Kostüm: Karen Simon. Produktionsleitung: Marie Theres Langenstein. Technik: Nicolina Riccardi. Regieassistenz: Daniel Becksmann. Musikalische Leitung : Thomas Luz