Schlachthaus Theater Bern
Theater

FAX AN MAX:

Kim Jong Il - der ewige Sohn

Vorstellungen: 19.03.2009 | 21.03.2009 | 22.03.2009

Spiel Ort: Schlachthaus Theater

Eine aussergewöhnliche Forschungsreise nach Nordkorea.

Die Formation FAX AN MAX und ihr Regisseur Manuel Bürgin machen sich auf eine außergewöhnliche Forschungsreise: Nach Nordkorea, zum "Geliebten Führer" Kim Jong-Il. Im Reich des kleinen Diktators hat sich als einziger Gesellschaft der Gegenwart das System des Stalinismus in Reinkultur erhalten, unbeschadet der Umwälzungen, die zur Auflösung des früheren sozialistischen Lagers geführt haben. Reportagen, Originalzitate von Kim Jong Il und Berichte von Nordkoreakennern werden mit eigenen Texten, sowie mit Auszügen aus Werken von Thomas Bernhard, Rainald Goetz, Franz Kafka und Eugène Ionesco verwoben. Aus fiktiven und realen Fragmenten entstehen drei Figuren, die sich in einen Kampf um politische und persönliche Macht verstricken. Abwechslungsweise übernehmen die Akteure dabei den Part von Kim Jong Il, dessen Konfrontation mit seinem westlichen Gegenüber diametral entgegengesetzte Weltbilder sichtbar macht. Was für Kim Jong Il und seine Anhänger das "Paradies der Werktätigen" ist, wird für seine Gegenspieler zum Prüfstein ihrer westlichen Demokratievorstellungen. FAX AN MAX stoßen auf ihrem Weg zu Kim Jong Il in weitgehend unbekanntes Terrain vor. In einer Performance der sich ständig verschiebenden Hierarchien, nähern sich Cathrin Störmer, Samuel Streiff und der Basler Musiker Sandro Corbat einer Welt, aus der auch im Informationszeitalter nur schemenhafte Bilder zu uns dringen.



Mit Cathrin Störmer, Samuel Streiff, Sandro Corbat. Regie/Text: Manuel Bürgin, Ausstattung: Kathrine von Hellermann. Musik: Sandro Corbat. Gemälde: Lena Schwarz. Choreografie: Cornelia Lüthi. Dramaturgie: Dominique Müller. Licht: Michael Omli. Technik: Celia Häusermann. Assistenz: Nadine Jaberg. Produktion: GO Theaterproduktionen Kurt Scheidegger, Barbara Stocker. Eine Produktion von FAX AN MAX in Koproduktion mit GO Theaterproduktionen, Kaserne Basel, Theater Winkelwiese Zürich und Schlachthaus Theater Bern.