Schlachthaus Theater Bern
Autorentheater

Teatr Polski (Bydgoszcz, Polen):

V(F)ICD-10. Transformacje

Vorstellungen: 24.02.2011 (Uraufführungs-Produktion. Schweizer Premiere) | 25.02.2011 (Uraufführungs-Produktion. Probier-Mich-Preis) | 26.02.2011 (Uraufführungs-Produktion)

Spiel Ort: Schlachthaus Theater Bern

Eine alternative Geschichte: Wie sich nach 20 Jahren die Wende aus der Perspektive von behinderten und psychisch kranken Menschen anfühlt. Auf Polnisch mit deutschen Übertiteln.

ICD-10 ist die internationale statistische Klassifikation von Krankheiten. Das Kapitel V(F) betrifft psychische Störungen und Verhaltensstörungen. Sieben Personen (der Informatiker, der Poet, Lesiu, Teresa, Jerzy, Adaś und Zibelda) erzählen aus der Sicht von Menschen mit verschiedenartigen Behinderungen - geistiger, körperlicher oder psychischer Natur - wie sie die letzten 20 Jahre gelebt haben und was ihnen das Jahr 1989 und die darauf folgenden Jahre bis jetzt gebracht haben. Die Erzählenden bewegen sich zwischen den ZuschauerInnen durch eine eine Fotoausstellung, welche die Ereignisse und Errungenschaften der neuesten Geschichte dokumentiert: der Papst segnet die Menge, Adam Małysz springt ab, Menschen demonstrieren, die Lyrikerin Wisława Szymborska erfährt von ihrem Nobelpreis, Michael Jackson spaziert durch Warschau, Lech Kaczynski reckt sich zu einem Computer etc.
Das von den Ensemblemitgliedern wunderbar gespielte Stück ist eine Metapher für den gesellschaftlichen Ausschluss und gleichzeitig ein Bericht aus einer unbekannten Welt.
Die Produktion des Bydgoszczer Theaters ist ein spannendes Beispiel des aktuellen, unerwarteten Aufschwungs einiger sogenannter Provinztheater der polnischen Theaterlandschaft. Der Text des Autors und Journalistes Artur Pałyga, auch ein Provinzler, beruht auf authentischen Ereignissen und Erzählungen.


Spiel: Karolina Adamczyk, Marta Ścisłowicz, Małgorzata Trofimiuk, Michał Czachor, Mirosław Guzowski, Michał Jarmicki, Artur Krajewski. Regie: Paweł Łysak. Dramaturgie: Paweł Sztarbowski. Bühne: Paweł Wodziński. Kostüm: Aleksandra Semenowicz. Musik: Maciej Szymborski, Sławomir Szudrowicz. Choreografische Beratung: Maćko Prusak. Video: Remigiusz Zawadzki. Licht: Robert Łosicki.


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