Schlachthaus Theater Bern
Autorentheater

Béla Pintér und PBEST (Budapest):

SZUTYOK (MISTSTÜCK)

Vorstellungen: 21.10.2011 (Schweizer Premiere. Anschliessend Publikumsgespräch mit dem Regisseur) | 22.10.2011

Spiel Ort: Schlachthaus Theater Bern

Wie wird man zum Neonazi? Eine ratlose und böse Oper auf dem Dorfe.

Irén und Attila sind ein liebenswertes Paar. Sie betreiben in der ungarischen Provinz einen kleinen Bio-Bauernhof, engagieren sich leidenschaftlich in der örtlichen Amateurtheatergruppe und wünschen sich nichts sehnlicher als ein Kind. Als sie erfahren müssen, dass Irén unfruchtbar ist, adoptieren sie kurzerhand die hässliche Rószi – und weil Rószi ohne ihre Busenfreundin nirgendwo hingeht, packen sie das Roma-Mädchen Anita auch gleich mit ein. Zuhause bringen die beiden Teenager das soziale und emotionale Gefüge der Dorfgemeinschaft jedoch vollkommen aus dem Gleichgewicht. Und ehe man sich’s versieht, wird die ländliche Idylle zur Hölle, werden die Menschen zu Monstern.
Béla Pintér gräbt mit Miststück nach den Vorurteilen, die tief in uns verwurzelt sind, in jedem Einzelnen und in einer ganzen Gesellschaft. Der eigenwillige Stil der mehrfach ausgezeichneten Compagnie ist hier ein virtuoser Mix aus hemmungslos übersteigerter Typisierung, ironischer Selbstreflexion und sensibler Ernsthaftigkeit. Hier prallen Leopardenleggins auf archaische Masken, verbündet sich traditionelle Folklore mit Pop und derbe Sprache mit transsilvanischen Flötenklängen. Das umwerfende Schauspielensemble um Autor und Regisseur Béla Pintér spiegelt mit skurrilem Humor das Hier und Jetzt der ungarischen Gesellschaft wider.

Das Publikumsgespräch mit Béla Pintér nach der Vorstellung vom 21. Oktober wird von Prof. Dr. Damir Skenderovic , Historiker, moderiert.

An ironic, post-dramatic piece about Roma and racist demonstrations in Hungary from one of the most important and innovative independent theatre groups in Hungary.

Dans un village hongrois, un couple désespéré de ne pas avoir d’enfant a adopté deux adolescentes : Rózsi qui a de vilaines dents et Anita qui est Rom. A l’orphelinat elles étaient inséparables. Une histoire d’amour, d’avidité, de rage et de racisme. Simple comme un air de flûte, complexe comme la vie et traversée d’éclairs d’humour noir.


Foto: Gábor Dusa

Von: Béla Pintér. Mit: Zsófia Szamosi, Tünde Szalontay, Éva Enyedi, Zoltán Friedenthál, Szabolcs Thuróczy, László Quitt, Györk Szakonyi, Hella Roszik und Béla Pintér. Regie: Béla Pintér. Regieassistenz: Rozália Hajdú. Bühnenbild: Gábor Tamás. Kostüme: Mari Benedek. Masken und Puppen: Sosa Juristovszky
Musik: Róbert Kerényi. Produktionsleitung: Anna Hidvegi. Licht: Zoltán Videa.

«Bis ins Blut.pdf» :pdf

«Gemeinschaft der Verlotterten.pdf» :pdf

«Dumpfes vom Dorf.pdf» :pdf

«Die Idylle wird zur Hölle.pdf» :pdf

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