Schlachthaus Theater Bern
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Oktober / November 2012:
Christine Freudiger & Verena Schwab (Bern)


Orte an Erinnerungen an orte
Raumzeichnung aktion

 

Vernissage Di 23. Oktober 2012 | 18.00
Mi 24. Oktober bis Sa 10. November 2012

 

Verena Schwab
* 1959

1983-89 PerformanceTheaterProjekte mit Stoppt (Norbert Klassen)
1989-92 Fachklasse Freie Kunst, Bern
1991 Louise-Aeschlimann-Stipendium
1995/96 Akademie Schloss Solitude, Stuttgart
1998/99 Istituto Svizzero di Roma, Rom

diverse Ausstellungen und Performances im In- und Ausland
lebt und arbeitet in Hünibach am Thunersee

Christine Freudiger
* 1954

1979-1980 Akademie der Bildenden Künste München
1980-1987 Hochschule der Bildenden Künste Hamburg

diverse Ausstellungen und Aktionen im In- und Ausland
lebt und arbeitet in Bern

zu unserer Arbeit

Wir lernen uns 1983 in Hamburg kennen. 1987 arbeiten wir zum ersten Mal zusammen, die Arbeit heisst Bella Aurora „Totenfeier für ein Haus“. Wir lassen ein Haus vor dem Abbruch in seinem alten Glanz erstrahlen - alles wird geputzet, gepudert und  mit viel Kerzenlicht sauber dargetan.

Dann eine längere Schaffenspause bis Herbst 1993, wir betreiben gemeinsam die erste Teebar.
Wir servieren den Vernissagegästen in Rotweingläsern homöopathisch verdünnten Kräutertee in verschiedenen Farben und sind der grossen Nachfrage des Publikums kaum gewachsen.
Es wird literweise Tee getrunken.

Dann 1996 erarbeiten wir „Teeerinnerung I“, eine Installation mit Super-8-Filmprojektionen im Kiosk, einem Kunstprojekt des Kunstkanals in der Lorraine. Es ist eine poetische Arbeit, die uns in der Aare Tee trinkend zeigt und uns den Vorteil einer ungeputzten Kioskglasscheibe offenbart – der Schmutz auf dem Glas wird zur weiteren Projektionsfläche des Filmbildes, welches sich durch die Reflexion des Glases ein drittes Mal im Rauminnern des Kiosks als schwebendes Filmbild manifestiert.

1997 folgt „Teeerinnerung II“ in Stuttgart, wir weihen mit unserer Arbeit, die hauptsächlich aus Video-, Dia- und Filmprojektionen auf verschiedene Projektonsträger besteht, die neuen Ausstellungsräume der Akademie Schloss Solitude downtown Stuttgart ein. Die von uns geschaffene, atmosphärisch stark aufgeladene Raumsituation entlockt beinahe ausnahmslos allen Besuchern Erinnerungen, die lebhaft gegenseitig im Gespräch ausgetauscht werden. 

Im selben Jahr bringen wir das Meer akustisch in die leer geräumte französische Kirche nach Bern und kochen für die Besucher im Dunkeln Tschai auf dem Altar.

Und nun 2012 ein neuer Akt in unserer Zusammenarbeit im Theaterladen Bern. Von der Teearbeit zur Holzarbeit gehen wir zurück zur Erinnerung an Orte an Erinnerung - im Sinne von work in progress wissen wir nächsten Dienstag, 23.Oktober 2012 (Vernissage) mehr darüber zu berichten.

Wir danken Mohena Kühni herzlich für die Einladung in den Theaterladen.

Bern, im Oktober 2012
Christine Freudiger  Verena Schwab

Es gibt keine regulären Öffnungszeiten, das Werk ist durch die Fenster zu sehen. Bei näherem Interesse gibt Mohéna Kühni Auskunft.
Besuch nach Vereinbarung ist möglich. (Tel: 031 312 96 47)