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Eva-Maria BertschyCampobello
«Du sollst dir kein Bildnis machen, heißt es …»
Mi 20.05.26
20:0010-30 CHF
Do 21.05.26
20:0010-30 CHF
Fr 22.05.26
20:0010-30 CHF
Irgendwo am Rande Europas, auf einer Insel im Mittelmeer, liegt eine Kleinstadt namens Campobello. Jedes Jahr versammeln sich hier tausende westafrikanische Saisonarbeiter, um die grossen, grünen Oliven zu pflücken, die weltweit als Delikatesse gelten. Und obwohl sie dringend gebraucht werden, sind sie nicht willkommen. Zwischen den graugrün schimmernden Monokulturen finden sie weder die Sicherheit noch die Menschenwürde, die Europa einst versprochen hatte.
Die Schweizer Theatermacherin Eva-Maria Bertschy, der malische Filmemacher Abou Bakar Sidibé und die sizilianische Schauspielerin Daniela Macaluso untersuchen gemeinsam die Auswirkungen der ausbeuterischen Verstrickungen und mafiösen Machenschaften am Rande der Olivenhaine. Sie erzählen die Geschichte von Simona und Amadou, deren Wege sich in Campobello kreuzen. Eine Liebesgeschichte, die politisch ist, weil sie die Ordnung der Kleinstadt durcheinander bringt. Was Simona und Amadou verbindet, ist nicht nur die Leidenschaft für Fussball oder der Kampf gegen prekäre Arbeitsbedingungen. Auch ihre Biografien spiegeln sich. Amadou liess seine Mutter zurück, um in Europa sein Glück zu suchen, Simonas Vater ging in den 80er Jahren in die Schweiz, um auf Baustellen zu arbeiten. Am Rande der Gesellschaft liegen Solidarität und Liebe nah beieinander und so trotzen sie gemeinsam mit den anderen migrantischen Arbeitern der Perspektivlosigkeit. Doch ihre hartnäckigen Versuche, ein Zusammenleben in Würde zu ermöglichen, werden immer wieder untergraben, bis die Nachlässigkeit der Lokalpolitik schliesslich lebensbedrohlich wird. Wie in einer Tragödie scheitern die Liebenden am institutionellen Rassismus in Europa, der Menschen im Kampf um ihre Rechte immer wieder verzweifeln lässt.
«Campobello» ist ein Stück über unsichtbare Existenzen, über Solidarität und Widerstand angesichts einer unnachgiebigen gesellschaftlichen Ordnung.
Text & Regie: Eva-Maria Bertschy
Bühne und Kostüme: Lea Burkhalter
Performer*innen: Abou Bakar Sidibé, Daniela Macaluso
Komposition und musikalische Leitung: Kojack Kossakamvwe
Musiker*innen: Jonathan Mbayi, Nicola Mulumba, Jerry Iba, Ruth Samoya, Dieu Le Veux Sumba, Tychique Ibal, Jeanne lokomo
Video & Text: Abou Bakar Sidibé
Dramaturgie: Luca Maier
Übersetzung: Enrico Bordieri, Katia Flouest-Sell
Technische Leitung: Gabriele Gugliara
Lichtdesign: Sylvain Faye
Bühnenbau: Aurelio Ciaperoni
Regieassistenz und Videoediting: Tiziano Locci
Produktion: Camille Jamet (HERProductions) und Letizia Gullo (Fondazione Studio Rizoma)
Die Recherche für dieses Stück wurde in Zusammenarbeit mit Yaya Njie, Giulia Gianguzza, Liliana Catanzaro und Angelo Giorgi realisiert. Wir bedanken uns für ihr unermüdliches Engagement für eine bessere Welt. Mit besonderem Dank an Cheikh Sene.
SHT, Fondazione Studio Rizoma Palermo, Prima Onda Fest / Genìa Lab Art Palermo, Theater Winkelwiese, euro-scene Leipzig – Festival zeitgenössischen europäischen Theaters und Tanzes
In Zusammenarbeit mit Arci Porco Rosso Palermo
Stadt Zürich Kultur, Fachstelle Kultur des Kantons Zürich, Pro Helvetia – Schweizer Kulturstiftung, Stiftung Landis & Gyr, Anne-Marie Schindler Stiftung, Ernst Göhner Stiftung, Corymbo Stiftung, Rosa Luxemburg Stiftung Tunis
Mit der Unterstützung des Fabriktheaters Zürich
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