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Zu Gast: auawirleben
Patrick Blenkarm & Milton Lim (Vancouver)asses.masses
So 18.05.25
15:00Dauer: ca. 7h 30min, inklusive Pausen
Die Zeit der Esel ist vorbei. Einst wurden sie für ihre Arbeitskraft geschätzt, doch sie sind längst von Maschinen ersetzt worden. Sie werden auf den Weiden sich selbst überlassen und enden früher oder später im Schlachthof. Höchste Zeit für eine Revolution! Macht den Eseln!
«asses.masses» ist ein Videospiel über Arbeit, Technophobie und das Teilen der Last der Revolution. Es wurde entwickelt, um live im Theater gespielt zu werden. Zuschauer*innen wechseln sich am Controller ab, um die Herde im Kampf gegen die Redundanz durch eine postindustrielle Gesellschaft zu führen.
Wer einzelne Abschnitte der Show verpasst, verpasst wichtige Teile der Erzählung. Kommen Sie für diesen spielerischen Sonntagnachmittag, wie im Theater gewohnt, auf den Beginn der Vorstellung. In den vier Pausen werden Essen und Getränke angeboten. Das Essen ist im Eintrittspreis enthalten.
Patrick Blenkarn und Milton Lim sind Konzeptkünstler, die sich mit Fragen rund um den sozialen Wert von Kunst, digitaler Arbeit und dem politischen Potenzial von Spielen beschäftigen. Sie kombinieren ihre Hintergründe in den Bereichen Performance, Philosophie, Psychologie und digitale Medien und haben ihre Zusammenarbeit in Videospielen, partizipativen Installationen, digitalen Archiven und Kartenspielen manifestiert. Blenkarn und Lim sind Mitbegründer des nationalen kanadischen Videoarchivs für Performance (videocan) und Mitgestalter eines Sammelkartenspiels über die Ökonomie der darstellenden Künste (culturecapital), eines Rollenspiels über kulturelles Design (FARCE) und einer Escape-Room-Intervention in einem deutschen Museum (FUNFUG FORUM).
Einfach gesagt
Dies ist ein Computerspiel. Es wird auf einer grossen Leinwand gezeigt. Immer eine Person kann spielen. Die anderen schauen zu und fiebern mit. Es geht um eine Gruppe von Eseln. Sie haben ihre Arbeit verloren, weil Maschinen erfunden wurden. Deshalb wollen sie einen Aufstand machen.
Dauer: ca. 7h 30min, inklusive Pausen
Weitere Infos: www.auawirleben.ch
The age of the donkeys is over. They were once valued for their labour, but they have long since been replaced by machines. They are left to fend for themselves on the pastures and sooner or later end up in the slaughterhouse. High time for a revolution! Ass power!
«asses.masses» is a video game about work, technophobia and sharing the burden of revolution. It was developed to be played live in the theatre. Audience members take turns at the controller to lead the herd through a post-industrial society in the fight against redundancy.
If you miss individual sections of the show, you miss important parts of the narrative. For this playful Sunday afternoon, come to the start of the performance, as is customary at the theatre. Food and drinks will be available during the four intermissions. The food is included in the ticket price.
Patrick Blenkarn and Milton Lim are conceptual artists exploring urgent questions around the social value of art, digital labour, and the political potential of games. Mixing their backgrounds in performance, philosophy, psychology, and digital media, their collaborations have manifested in video games, participatory installations, digital archives, and card games. Blenkarn and Lim are the co-founders of the Canadian national video archive of performance (videocan) and the co-creators behind a performing arts economy trading card game (culturecapital), a role playing game about cultural design (FARCE), and an escape room intervention in a German museum (FUNFUG FORUM).
Easy Read
This is a video game. It is shown on a large screen. One person can play at a time. The others watch and cheer on. It's about a herd of donkeys. They have lost their jobs because machines have been invented. So they start to rebel.
Co-Regie, Text, Programmierung, Pixel Art, 2D-Animation: Patrick Blenkarn
Co-Regie, Text, Sounddesign, Video, Shaders, 3D-visuelle Effekte: Milton Lim
Dramaturgie, Text, Tourproduzentin: Laurel Green
Musik, Sounddesign: David Mesiha
Pixel Art, 2D-Animation: Clarissa Picolo, William Roth
3D-Umgebungen: Ariadne Sage
Zusätzliche Programmierung: Samuel Reinhart
Kreiert mit der Unterstützung des Shadbolt Centre for the Arts, Theatre Centre, Vivo media arts, der Botschaft von Kanada in Argentinien und Paraguay.
Entwickelt mit finanzieller Unterstützung von Creative BC, dem British Columbia Arts Council und dem Canada Council for the Arts.
Produziert in Zusammenarbeit mit dem National Arts Centre of Canada’s National Creation Fund.
nonetheless
auawirleben – die 44. Festivalausgabe
Nichtsdestoweniger halten wir durch. Nichtsdestoweniger halten wir zusammen. Nichtsdestoweniger machen wir Theater. Nichtsdestoweniger sagen wir, was wir denken.
Die Welt macht gerade ganz schön Angst. Oder wütend. Oder mindestens sprachlos. Wer nicht direkt ums eigene Leben oder die Würde bangen muss, verliert zumindest die Lust am Feiern. Viele Dinge werden gerade ziemlich unwichtig angesichts dessen, was wir täglich in den Nachrichten lesen. Das Gefühl von Machtlosigkeit macht sich breit und das persönliche Empathie-Reservoir versiegt langsam.
Da finden wir: Jetzt ist es erst recht an der Zeit, einander zuzuhören. Und wo kann man das besser als im Theater. Die 15 eingeladenen Gruppen aus Australien, Belarus, Brasilien, Bulgarien, Deutschland, England, Estland, Litauen, Mexiko, Österreich, Polen, Spanien und der Schweiz bringen alle Geschichten des Widerstands nach Bern, nicht des grossen Widerstands in Form von Protesten oder Revolten, sondern des Widerstands im Kleinen. Es sind Geschichten des «Trotzes»: trotz Krise, trotz Armut, trotz Ausgrenzung, trotz Trauer und nicht zuletzt trotz Komplexität. Erzählt werden sie von einer Mutter, einem Kind, als VR-Erlebnis, mit Musik, Tanz und Radau, mit Wut und mit Freude, mit Trauer und dem Versuch, nicht zu vergessen.
Wir wissen nicht, ob dieser kleine Widerstand die Welt verändern kann, ob das persönliche «Trotzdem» irgendjemanden juckt. Aber was wir sicher wissen, ist dass es die Welt verändern würde, wenn wir diesen Mikro-Widerstand nicht leisten, wenn wir kuschen, uns entfremden, einander misstrauen. Wenn es etwas zu tun gibt, dann ist es zusammenkommen, gemeinsam nachdenken, uns austauschen, einander und uns selbst Mut machen, Kompliz*innen bleiben oder werden. Höchste Zeit, die Gesellschaft zu kitten. Und wenn wir schon dabei sind, reparieren wir sie doch gleich mit Gold und machen sie schöner, besser, stärker als zuvor. Nichts weniger als das.
Wir freuen uns, Sie am Festival zu sehen, in der Dampfzentrale, im Schlachthaus, im Tojo, in der Feuerwehr Viktoria oder in unserem Festivalzentrum Lehrer*zimmer im PROGR – nicht nur trotz allem, sondern grade wegen allem.
Ihr auawirleben-Team
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