Schlachthaus Theater

23.01.26Autorin Julia Weber über die Entstehung ihres neuesten Stücks «Zum Beispiel Wölfe»

Nils Torpus hat mir damals geschrieben. Er schrieb, ich will etwas machen, ein Stück, ich will, dass du es schreibst, hast du Lust?

Ich habe geschrieben, ja, habe ich, besonders auch, wenn Mona Petri dabei ist.

Und dann haben wir dieses Stück gemacht. Und haben den Prozess umgedreht. Am Anfang waren die drei Figuren, die Kostüme, die am Ende des Stückes auf der Bühne stehen. Die sind gesetzt, hat Nils gesagt, weil die Bühnen- und Kostümbildnerin NicTillein habe vorarbeiten müssen, weil sie später, wenn wir in der Probenphase sein würden, ein anderes Stück habe.

Gut, drehen wir es um.

Und dann haben wir geredet. Mona, Nils und ich. Einen Tag lang auf der Werdinsel, in Zürich. Geredet über Wölfe und die Bedeutung der Kostüme. Geredet über den Menschen und seine Eigenart vieles kaputt zu machen. Und über den Wolf, der sich viel weniger für den Menschen interessier als umgekehrt. Und warum aber der Mensch so eine Geschichte mit dem Wolf hat. Und über Töchter haben wir geredet. Darüber, dass Töchter Wölfe werden können. Über das Mutter sein.

Dann habe ich mich hingesetzt und einen ersten Text geschrieben.

Ja, haben Mona und Nils gesagt und den Text gesprochen.

 

Dazwischen haben wir weitergeredet.

Dazwischen haben wir geraucht.

Und Salat gegessen.

Auch ein bisschen gefroren.

Auch gelacht.

 

Es fehlt etwas, haben wir gesagt. Und ich habe weitergeschrieben.

Und am Ende gabt es das.

Zum Beispiel Wölfe

 

«Zum Beispiel Wölfe» von Julia Weber, Mona Petri und Nils Torpus ist vom Mittwoch, 28.01. bis Samstag, 31.01.26 im SHT zu sehen.