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Aprillen – Berner Lesefest
KombinationenAnn Cotten & Martina Berther
Fr 24.04.26
20:30
In unserer bewährten Reihe «Kombinationen» kombinieren wir Autor*innen mit anderen Kunstschaffenden. Manchmal kennen sie sich, oft kennen sie sich noch nicht, aber auf jeden Fall haben sie noch nie zusammengearbeitet. Wir laden sie ein, sich gegenseitig auszutauschen und mit ihren ausgesuchten Werkteilen einen Abend bei Aprillen zu gestalten. Damit sind diese Abende nicht nur für das Publikum überraschend, sondern auch für die eingeladenen Künstler*innen. Wird das Erdachte funktionieren? Ergeben eins und eins wirklich drei? Mit den Kombinationen durften wir schon die tollsten Abende erleben und manchmal auch die Grenzen solcher Formate. Das alles ist möglich und auch gut so.
Ann Cotten und Martina Berther stehen für Experimentelles, Radikales und trockenen Humor – einmal mit Bass, einmal mit Stimme. Beide Künstlerinnen loten die Sprache ihres Instrumentes aus und gehen über die Grenzen. Beide Künstlerinnen kannten sich bisher gar nicht. Und beide Künstlerinnen sind Profis auf ihrem Gebiet, bühnenerfahren und lieben Improvisation. Nach unserer Anfrage waren nur wenige Mails nötig, in denen die beiden klärten, ob eine für Aprillen gestaltete Zusammenarbeit für sie in Frage kommt. Und glücklicherweise fiel die Antwort positiv aus. So werden wir nun in den Genuss eines dichten, intensiven Experimentes kommen, welches uns und vermutlich auch die Künstlerinnen überraschen wird. Wir freuen uns sehr auf diese Kombination mit der kühnen Dichterin Ann Cotten und der eindringlichen Bassistin Martina Berther.
Tickets
Einheitspreis: CHF 17.–
Fanpreis: CHF 30.–
U18 Preis: CHF 10.–
Festivalpass: CHF 100.–
Tagespass: CHF 50.–
Ann Cotten, *1992 in Iowa, ist Schriftstellerin, Übersetzerin und Theorie-Fuzzy, deren Spass mit sprachlichen Genderingmethoden (Phettbergsches Entgendern, polnisches Gendering) in der medialen Wahrnehmung die zahlreichen Werke ernsthaften Inhalts überschattet. Cotten arbeitet seit 2021 an einer materialistischen Poetik als PhD-Projekt an der FU Berlin und gibt seit 2023 in Wien die jährlich erscheinende Zeitschrift Triëdere für literarische Essayistik mit heraus. Cottens Arbeit wurde vielfach ausgezeichnet, zuletzt mit dem Rompreis der Villa Massimo.
Martina Berther, *1984 in Chur, lotet mit ihrem E-Bass seit Jahren neue klangliche Territorien aus. Mithilfe von Pedalen, Präparationen, Objekten und unkonventionellen Spieltechniken verwandelt sie das Instrument in eine Quelle unerwarteter Sounds – von rauen Drones und knirschendem Noise bis hin zu fragilen, fast liedhaften Momenten. Ihre Live-Sets sind unvorhersehbare Reisen zwischen Intensität und Intimität, Abstraktion und Groove. Neben ihrer Solotätigkeit tourt Berther mit ihren Bands Ester Poly und AUL, komponiert Musik für Film, Theater und Installationen und arbeitete mit der Sängerin Sophie Hunger zusammen. Für ihr Schaffen wurde sie zahlreich ausgezeichnet.
In Koproduktion mit dem SHT
Das Berner Lesefest Aprillen gehört zu den innovativsten Schweizer Literaturbühnen, ist Plattform für Lyrik und Literatur jenseits des Mainstreams und versteht Sprache als gesellschaftspolitisch relevante Grösse. Ob im Rahmen der Lyrikdialoge, politischer Diskurse oder spartenübergreifender Kombinationen – das Festival feiert Begegnung und Austausch zwischen Autor*innen und Lesenden sowie zwischen Schreibenden und Künstler*innen aus anderen Sparten.
Mi 22. bis Sa 25.04.26
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