Schlachthaus Theater

Szenefenster

Eco Errázuriz, Lorena Cipriano, Sanja Lukanović, Portakal RadikalSzenefenster

Bühne frei für die Berner Szene!

Dampfzentrale
Rollstuhlgängig

  1. Mi 29.04.26
    20:00

    Diese Veranstaltung findet in der Dampfzentrale Bern statt

«Szenefenster» ist ein unkompliziertes Bühnenformat für kurze Stücke, rohe Entwürfe oder besonders gelungene Szenen. Das Berner Szenefenster übergibt der lokalen, professionellen Szene der Darstellenden Künste die Bühnen im SHT und in der Dampfzentrale Bern.

Viermal pro Spielzeit, jeweils an einem Mittwochabend, entsteht ein Potpourri an künstlerischen Handschriften. Für das Publikum öffnet sich ein Fenster in die Vielfalt der Berner Szene.

Eco Errázuriz: «Fist-fight with a MIDI keyboard»

A device as familiar as the MIDI keyboard is taken to it's technical, sonic, and conceptual extremes through complex and interdependent MIDI configurations and digitally-augmented interactions. The keyboard becomes a living, capricious, and temperamental instrument that needs the hands, feet, and voice of the character/performer to be tamed. Fortunately, the character does not care about domestication and prefers instead to sound free alongside the piano; two wild animals growling, barking, biting, listening.

The work engages earnestly with visual and sonic references from sources as disparate as extreme metal (corpse paint, blast beats, screaming), classical music (piano recitals, major scales, pompousness), noise and ambient music as raw material to be queered and played with.

Lorena Cipriano: «wurzeln schlagen»

ich möchte wurzeln mit widerhaken schlagen
keine wurzeln schlagen,
wurzeln umarmen

Wie fühlt sich ein Körper an wenn er Wurzeln schlägt, wenn keine Wurzeln greifen, oder die Wurzeln wörtlich geschlagen werden? «wurzeln schlagen» befasst sich mit dem Thema der Herkunft und Zugehörigkeit.

wurzeln mit widerhaken wachsen lassen
mich einnisten
hängenbleiben
oder das etwas an mir hängen bleibt

Sanja Lukanović: «Ich...dir...»

Ein Stuhl. Eine Tomate aus Beton. Ein Körper, der sich bewegt. Die Tomate singt, ich antworte mit Gesten, Blicken, Wortfragmenten und kleinen Wiederholungen. Zwischen Absurdem, Provokation und Humor entstehen Reibungsflächen, in denen Sprache, Körper und Objekt verschränkt werden und Bedeutungen sich verschieben.

Die Szene ist ein Fragment aus einer fortlaufenden Recherche zu sprachlichen Fundstücken und Fluchwörtern aus dem Balkanraum. Sie untersucht, wie Erinnerungen, kulturelle Codes und körperliche Präsenz sich überlagern, Intimität und Macht neu verhandeln und Humor sowie Irritation erzeugen.

Portakal Radikal: «Die Sonne zergeht auf der Zunge»

In unserer Performance schenken wir dem Thema Unsicherheit Aufmerksamkeit. Wir untersuchen, wie sich Unsicherheit körperlich und sinnlich ausdrücken lässt. Wir stellen Fragen wie: Wie fühlt sich Unsicherheit an? Wie hört sie sich an? Wie lässt sie sich erfahrbar machen, ohne sie aufzuzwingen oder darzustellen?

Der Titel ist eine bewusste Anlehnung an das gleichnamige Buch der libanesisch-französischen Künstlerin und Autorin Etel Adnan. Ihre poetische Sprache, in der sich politische Schärfe und persönliche Zartheit begegnen, inspiriert uns sehr. Die Sonne – sonst Symbol für Klarheit und Orientierung – wird hier zur sinnlich erfahrbaren Metapher für Unsicherheit: Sie schmilzt, löst sich auf, wird unsichtbar – auf der Zunge, im Moment, im Körper. So wie Unsicherheit diffus ist, sich entzieht und zugleich spürbar bleibt, spielen wir mit flüchtigen, widersprüchlichen Eindrücken und Wahrnehmungen.

© zVg: «Fist-fight with a MIDI keyboard»
© zVg: «Fist-fight with a MIDI keyboard»
© Flavio Karrer: Lorena Cipriano
© Flavio Karrer: Lorena Cipriano
© zVg: «Ich...dir...»
© zVg: «Ich...dir...»
© zVg: «Die Sonne zergeht auf der Zunge»
© zVg: «Die Sonne zergeht auf der Zunge»

Bühne frei für die Berner Szene!

«Szenefenster» ist ein unkompliziertes Bühnenformat für kurze Stücke, rohe Entwürfe oder besonders gelungene Szenen. Das Berner Szenefenster übergibt der lokalen, professionellen Szene der Darstellenden Künste die Bühnen im Schlachthaus Theater SHT und in der Dampfzentrale Bern. Die lokale Szene hat Wucht!

Viermal pro Spielzeit, jeweils an einem Mittwochabend, entsteht ein Potpourri an künstlerischen Handschriften. Für das Publikum öffnet sich ein Fenster in die Vielfalt der Berner Szene.

Szenefenster, jeweils um 20:00

Mi 10.12.25 in der Dampfzentrale Bern
Mi 04.02.26 im Schlachthaus Theater SHT
Mi 25.03.26 im Theaterkeller des Schlachthaus Theater SHT
Mi 29.04.26 in der Dampfzentrale Bern

Alle Informationen zum Bewerbungsverfahren gibt's hier.