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Zu Gast: auawirleben
Anacarsis Ramos / Pornotráfico (Campeche / Mexiko-Stadt)Mi madre y el dinero
Sa 16.05.26
21:00So 17.05.26
18:00Artist Talk mit Anacarsis Ramos und Jéssica Teixeira:
14:00 im Festivalzentrum Lehrer*zimmer
Der Talk wird live auf Radio RaBe übertragen.
Über sechzig Jahre lang arbeitete Josefina Orlaineta in mehr als vierzig Jobs im südmexikanischen Campeche. Ihr Sohn Anacarsis zog nach Mexiko-Stadt und fand dort zum Theater und zu seiner Identität als schwuler Mann. Und nun kommen die beiden wieder zusammen. Josefina hat nun einen Job mehr: Auf der Bühne zu stehen, zusammen mit ihrem Sohn. Mit viel Humor, Charme und Wurst erzählt sie von Überlebensstrategien und Verkaufstechniken; und Anacarsis hinterfragt gleichzeitig die europäische Vorliebe für dokumentarisches Theater, während er diese bedient.
Ein hinreissendes Stück über Klasse, prekäre Arbeitssituationen und Familie.
Einfach gesagt
Josefina ist die Mutter von Anacarsis. Sie stehen zusammen auf der Bühne. Sie erzählt von den vielen Jobs, die sie schon gemacht hat. Es war nicht immer einfach und sie hatte wenig Geld. Anacarsis ist Künstler geworden und ist einen ganz anderen Weg gegangen.
Content Notes
Diese Produktion thematisiert die sexuelle Orientierung des Darstellers als schwul und beinhaltet Diskussionen über häusliche Gewalt. Während der Vorstellung werden Chorizos verkauft, eine aktive Teilnahme ist jedoch nicht erforderlich.
Sensorische Reize
Momente der kompletter Dunkelheit
Sitzsäcke
In der vordersten Reihe liegen Sitzsäcke bereit, auf die man sich setzen kann. Es stehen alternative Sitzgelegenheiten (Sitzkeile, Kissen, etc.) zur Verfügung.
Barrierefreiheit
Alle Infos zur Barrierefreiheit gibt's hier.
For over sixty years, Josefina Orlaineta worked more than forty jobs in Campeche, southern Mexico. Her son Anacarsis moved to Mexico City, where he discovered theatre and his identity as a gay man. And now the two are reunited. And, hence, Josefina has yet another job: performing on stage with her son. With plenty of humour, charm, and a healthy dose of wit, she recounts survival strategies and sales techniques; while Anacarsis simultaneously questions the European thing for documentary theatre while embodying it himself.
A captivating piece about class, precarious employment, and family.
Easy read
Josefina is Anacarsis's mother. Here, they are on stage together. She talks about the many jobs she's had. It wasn't always easy, and she had little money. Anacarsis became an artist and took a completely different path.
Content Notes
This production addresses the performer’s sexual orientation as gay and includes discussions of domestic violence. The production includes the sale of chorizos during the show, though no active participation is required.
Sensory Triggers
Blackout
Beanbags
Beanbags are available in the front row for you to sit on. Alternative seating (seats, cushions, etc.) is available.
Accessibility
All accessibility info here
Performance: Josefina Orlaineta & Anacarsis Ramos: Kreation Anacarsis Ramos & Pornotráfico
Dramaturgie: Anacarsis Ramos basierend auf Josefina Orlaineta’s Archiven
Fotografie, Beleuchtung, Ton- & Videodesign: Karla Sánchez Kiwi
Tourmanagement, Vetrieb: Roni Isola
Regieassistenz & Souffleur*se: Santiago Villalpando & Sofía León
Rechercheassistenz: Babis Zozoaya
Produktion: Fausto Cataño & Pornotráfico
Ko-Produktion: Festival Internacional del Centro Histórico de Campeche, Instituto de Cultura del Estado de Campeche
FULGOR – Encuentro escénico con los Estados 2024, kuratiert von Mariana Arteaga und Mariana Gándara.
Dank an das Instituto de Cultura y Artes del Estado de Campeche und Fulgor, Encuentro escénico con los estados 2024
Anacarsis Ramos ist Dramatiker, Bühnenbildner, Regisseur und Schauspieler. Er hat Theaterwissenschaft und Soziologie studiert. In seinen Arbeiten untersucht er das Verhältnis zwischen sozialer Realität und ihrer medialen Darstellung, insbesondere die Verwendung von Fiktion in staatlichen, privaten und gemeinschaftlichen Kontexten. Mit einer Prise Humor beleuchtet er die narrative Konstruktion von Realität und deckt die damit verbundenen Verzerrungen auf. Neben Bühnenprojekten koordiniert er verschiedene pädagogische Initiativen und Bühnenforschungsprojekte.
nonetheless
auawirleben – die 44. Festivalausgabe
Nichtsdestoweniger halten wir durch. Nichtsdestoweniger halten wir zusammen. Nichtsdestoweniger machen wir Theater. Nichtsdestoweniger sagen wir, was wir denken.
Die Welt macht gerade ganz schön Angst. Oder wütend. Oder mindestens sprachlos. Wer nicht direkt ums eigene Leben oder die Würde bangen muss, verliert zumindest die Lust am Feiern. Viele Dinge werden gerade ziemlich unwichtig angesichts dessen, was wir täglich in den Nachrichten lesen. Das Gefühl von Machtlosigkeit macht sich breit und das persönliche Empathie-Reservoir versiegt langsam.
Da finden wir: Jetzt ist es erst recht an der Zeit, einander zuzuhören. Und wo kann man das besser als im Theater. Die 15 eingeladenen Gruppen aus Australien, Belarus, Brasilien, Bulgarien, Deutschland, England, Estland, Litauen, Mexiko, Österreich, Polen, Spanien und der Schweiz bringen alle Geschichten des Widerstands nach Bern, nicht des grossen Widerstands in Form von Protesten oder Revolten, sondern des Widerstands im Kleinen. Es sind Geschichten des «Trotzes»: trotz Krise, trotz Armut, trotz Ausgrenzung, trotz Trauer und nicht zuletzt trotz Komplexität. Erzählt werden sie von einer Mutter, einem Kind, als VR-Erlebnis, mit Musik, Tanz und Radau, mit Wut und mit Freude, mit Trauer und dem Versuch, nicht zu vergessen.
Wir wissen nicht, ob dieser kleine Widerstand die Welt verändern kann, ob das persönliche «Trotzdem» irgendjemanden juckt. Aber was wir sicher wissen, ist dass es die Welt verändern würde, wenn wir diesen Mikro-Widerstand nicht leisten, wenn wir kuschen, uns entfremden, einander misstrauen. Wenn es etwas zu tun gibt, dann ist es zusammenkommen, gemeinsam nachdenken, uns austauschen, einander und uns selbst Mut machen, Kompliz*innen bleiben oder werden. Höchste Zeit, die Gesellschaft zu kitten. Und wenn wir schon dabei sind, reparieren wir sie doch gleich mit Gold und machen sie schöner, besser, stärker als zuvor. Nichts weniger als das.
Wir freuen uns, Sie am Festival zu sehen, in der Dampfzentrale, im Schlachthaus, im Tojo, in der Feuerwehr Viktoria oder in unserem Festivalzentrum Lehrer*zimmer im PROGR – nicht nur trotz allem, sondern grade wegen allem.
Ihr auawirleben-Team
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